„Als Kind war ich im Sommer jeden Tag im Freibad, ich war auch 40 Jahre bei der Wasserwacht, nicht nur da habe ich gemerkt, wie wichtig das Freibad für Dinkelscherben ist“, sagt Dinkelscherbens kommender Bürgermeister Ulrich Fahrner, der genau wie Noch-Bürgermeister Edgar Kalb bei der Gründungsversammlung des Fördervereins Panoramabad dabei war. Der Verein hat nicht den Anspruch, das Freibad zu retten, aber konkrete Ziele. Eine Aktion ist schon für den kommenden Monat geplant.
30 Menschen haben sich am Dienstagabend im Gasthof Deutsches Haus in Dinkelscherben eingefunden, um den Förderverein Panaromabad zu gründen. Sie haben einen vierköpfigen Vorstand gewählt und beschlossen, dass alle Mitglieder einen Jahresbetrag von 19,64 Euro zahlen werden, angelehnt an das Gründungsjahr des Schwimmbads. Der Jahresbeitrag soll nicht höher ausfallen, weil der Verein möglichst viele Mitglieder werben möchte. „Mit mehr Mitgliedern hätten wir ein höheres Gewicht, wenn es mal um etwas Wichtiges ginge“, sagt Achim Winterstein, der zum ersten Vorsitzender gewählt wurde.
Panoramabad: Defizit von 130.000 Euro
Der Jahresbetrag wird niemals das Freibad retten“, sagt Winterstein zwar, doch darum gehe es auch nicht. „Die gute Nachricht ist, dass das Freibad nicht schließen muss, das stand ja zwischendurch im Raum.“ Trotzdem verursache das Freibad jährlich ein Defizit von 130.000 Euro. Der Verein möchte einer möglichen späteren Schließung vorbeugen.
Keine zwei Monate ist es her, da hat Dinkelscherbens scheidender Bürgermeister Edgar Kalb gesagt, es sei unklar, ob man sich das Panoramabad überhaupt noch leisten könne. Die Eintrittspreise wurden damals erhöht. Die Tages-Einzelkarten kosten ab dieser Freibadsaison sechs statt fünf Euro. Die Tageskarten für Jugendliche erhöhen sich um 50 Cent auf drei Euro. Die Saisontickets für Jugendliche kosten künftig 40 statt 35 Euro und Erwachsene müssen dann 80 Euro statt 70 Euro für eine Saisonkarte zahlen.
Wie der Förderverein für steigende Einnahmen des Panoramabads sorgen will
Damit Badegäste auch künftig ins Panoramabad kommen und die Besucherzahl noch steigt, geht es für den Förderverein darum, das Freibad so attraktiv wie möglich zu machen. „Wir wollen dafür sorgen, dass mehr Badegäste kommen, weil sie sich dort wohlfühlen, so sollen die Einnahmen steigen“, sagt Winterstein. Was möchte der Verein konkret machen?
„Zum Beispiel wollen wir an der Kasse aushelfen, damit die Badegäste nicht lange warten müssen.“ Auch Sonnenschirme wolle man besorgen. „Die Gemeinde muss schauen, dass das Wasser im Becken ist, und dass der Bademeister bezahlt wird. Wir bringen die Extras, wie Sonnenschirme, damit die Badegäste sich wohlfühlen.“ Man überlege in Absprache mit der Wasserwacht auch, Events zu organisieren. „Wir wollen uns um alles kümmern, was den Badeaufenthalt angenehmer macht“, sagt Winterstein.
Dinkelscherben: Förderverein möchte schon bald öffentlich werben
Dass das Freibad erhalten bleibt, habe natürlich auch praktische Gründe: „Wir brauchen das Freibad im Endeffekt auch, damit die Kinder schwimmen lernen. Ich habe als Polizist auch schon erlebt, dass ein Kind ertrunken ist, weil es nicht schwimmen konnte. Allein deshalb müssen wir das Freibad erhalten.“
Zunächst muss der Verein aber beim Registergericht eingetragen und dort bestätigt werden, dafür muss die Satzung genehmigt werden. Dann werden Mitgliedsanträge entworfen. Schon im Mai sind erste Aktionen geplant. Beim Maimarkt soll es einen Stand geben, an dem Mitglieder akquiriert werden sollen.
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