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Frauenbund Dinkelscherben: Das leistet der Verein

Dinkelscherben

Organisationstalente und Wohltäterinnen: Was macht eigentlich ein Frauenbund?

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    Der Frauenbund Dinkelscherben ist sehr aktiv, unter anderem beim Weihnachtsbasar.
    Der Frauenbund Dinkelscherben ist sehr aktiv, unter anderem beim Weihnachtsbasar. Foto: Joachim Aumann

    Der 1903 in Köln gegründete Katholische Deutsche Frauenbund setzt sich seit seiner Gründung für die Stärkung der Rechte von Frauen ein, was zur Gründungszeit ein geradezu revolutionäres Ansinnen darstellte. Auch in Dinkelscherben gibt es seit vielen Jahren einen Frauenbund, den es seit 1951 gibt. Die Frauen haben vielfältige Aufgaben und tun einiges für die Gesellschaft.

    Frauenbund Dinkelscherben hat rund 200 Mitglieder

    Neben der Pflege der satzungsgemäßen Grundsätze ist eine der Hauptaufgaben des Frauenbundes die tatkräftige Unterstützung kirchlicher Veranstaltungen. Aber auch Angebote für Senioren und nicht zuletzt die Trägerschaft der Mutter-Kind-Gruppe. Zahlreich sind die Veranstaltungen und Aktionen, die die Frauen im Rahmen der Kirchengemeinde organisieren und durchführen, nach dem Motto: „Wenn die Kirche ruft, ist der Frauenbund bereit.“ Rund 200 Mitglieder hat der Dinkelscherber Frauenbund.

    Ob Weltgebetstag der Frauen, Misereor Aktion, Verkauf von Palmbüscheln, Annafest, Adventsbasar: Viele Veranstaltungen wären ohne den Einsatz des örtlichen Frauenbundes nicht vorstellbar. Erlöse, wie beispielsweise beim Adventsbasar entstehen, werden voll und ganz wohltätigen Zwecken zugeführt, so unter anderem den Klinikclowns, dem Kinderheim Baschenegg in Ustersbach oder der Helen-Keller-Schule. Auch um den Unterhalt der Mariengrotte oberhalb von Dinkelscherben kümmern sich die Frauen.

    Überalterung bedroht Frauenbund Dinkelscherben

    Eine Besonderheit im eher dünnen Dinkelscherber Faschingskalender war der geradezu legendäre Frauenbund-Ball, der aber dem Corona-Virus zum Opfer gefallen ist. An der Spitze des umtriebigen Vereines steht seit nunmehr zwölf Jahren Christel Mayr, die in ihrer direkten Art auch gleich auf das Hauptproblem des Vereines zu sprechen kommt: „Wir werden immer älter: Unser Altersschnitt liegt inzwischen deutlich über 60 Jahren.“

    Eine gewisse Ratlosigkeit, wie dem zu begegnen ist, ist wahrnehmbar. Die Bindung an die katholische Kirche ist nicht mehr obligatorisch, nach neuer Satzung können auch konfessionslose Personen beitreten. Im Zuge der Emanzipation ist inzwischen sogar Männern die Möglichkeit einer Mitgliedschaft, allerdings nur als Förderer, möglich. Eine Option, von der allerdings eher weniger Gebrauch gemacht wird.

    So wird es in den nächsten Jahren eine Kernaufgabe der Verantwortlichen sein, das Angebot des Vereines dahingehend zu modifizieren, dass die drohende Überalterung gestoppt werden kann. Ein Ende des Frauenbundes wäre auch ein großer Verlust für das gesellschaftliche und soziale Leben in Dinkelscherben.

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