Drei Spiele stehen in der Fußball-Bezirksliga Nord noch auf dem Programm. Dann ist die Saison vorbei. Für zwei Teams aus dem Augsburger Land stehen dabei richtige Endspiele an. Während der TSV Dinkelscherben ein Nachsitzen vermeiden will, wäre man beim TSV Meitingen absolut erfreut darüber. Den Deckel zum Klassenerhalt will man beim TSV Zusmarshausen und FC Horgau draufmachen. Nur noch ein kleiner Schritt trennt den TSV Gersthofen vom Titelgewinn.
Für Dinkelscherben zählt nur ein Sieg
Für den TSV Dinkelscherben steht ein echtes „Alles-oder-nichts-Spiel“ an, wenn die Lila-Weißen am Sonntag beim TSV Nördlingen II gastieren. Der direkte Konkurrent im Abstiegskampf liegt einen Punkt vor der Kaiserberg-Elf und damit knapp über dem Strich steht. Die Ausgangslage ist damit klar: Für die Mannschaft von Trainer Michael Finkel zählt nur ein Sieg. „Nur dann können wir die Relegation vielleicht noch irgendwie umgehen“, sagt Finkel. Bei einer Niederlage würde Nördlingen II auf vier Punkte davonziehen, sodass wohl nur noch die SpVgg Joshofen-Bergheim in Schlagdistanz bliebe, die aktuell zwei Zähler vor Dinkelscherben liegt.
Dass die Aufgabe in Nördlingen alles andere als leicht wird, ist den Verantwortlichen bewusst. „Wir wissen um die Stärken von Nördlingen“, betont Finkel. Die Bayernliga-Reserve hat sich in der Rückrunde Stück für Stück nach oben gearbeitet und trotzte zuletzt dem Tabellenzweiten Neuburg einen Punkt ab. Dinkelscherben musste sich dagegen dem Spitzenreiter Gersthofen mit 0:2 geschlagen geben. Ohnehin spricht Finkel von einer „Seuchensaison“, die sich personell weiterhin bemerkbar macht. Nach Marco Schneider (Kreuzbandriss) fällt auch Paul Holand aus, der nach einer langwierigen Verletzung gerade auf dem Weg der Besserung war und sich im Training am Knöchel verletzte. (ilia)
Die 0:2-Niederlage beim FC Horgau stand unter dem Eindruck der Nachricht, dass Abteilungsleiter Torsten Vrazic einen Herzinfarkt erlitten hatte. Nichtsdestotrotz steht der seit fünf Spielen sieglose TSV Meitingen am drittletzten Spieltag vor einem Endspiel: Mit einem Erfolg gegen den VfR Neuburg könnte man die letzte Chance nutzen, weiterhin im Rennen um den Relegationsplatz mitzumischen. „Wir haben jetzt nichts mehr zu verlieren“, sagt der am Saisonende scheidende Trainer Andreas Wessig, der sich natürlich trotzdem eine Saisonverlängerung wünschen würde.
TSV Gersthofen: Ruhig und seriös Richtung Landesliga
Ruhig uns seriös will man beim Spitzenreiter TSV Gersthofen die letzten drei Spiele angehen. Fünf Punkte beträgt inzwischen der Vorsprung, nachdem es zwischenzeitlich ziemlich zäh gelaufen war. „Vor dem Haunstetten-Spiel war doch ein gewisses Muffensausen zu verspüren, nachdem wir es voriges Jahr dort verspielt haben“, berichtet Abteilungsleiter Rico Kornisch von grenzenloser Erleichterung. Understatement will er vor dem Heimspiel am Samstag gegen Schlusslicht FC Maihingen nicht betreiben: „Wenn wir hoch gehen wollen, dann sollten wir gegen den Tabellenletzten gewinnen!“ Der Aufstieg der Lechstädter rückt immer näher, könnte theoretisch schon am Sonntag perfekt sein, wenn der TSV Haunstetten und der VfR Neuburg ihre Spiele nicht gewinnen. „Wir wollen eigentlich nicht auf der Couch aufsteigen“, sagt Kornisch und warnt vor der Planung von verrückten Dingen, von denen im Umfeld die Rede ist: „Erst müssen wir selbst unsere Hausaufgaben erledigen.“ Mit dabei soll auch der zuletzt verletzt ausgeschiedene Torjäger Fabian Bühler sein.
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