Das Sturzflut-Management wurde den Bürgerinnen und Bürgern von Bonstetten bei einer Infoveranstaltung von der Firma Spekter vorgestellt. Im Gemeinderat wurde nun darüber entschieden, ob ein Frühwarnsystem eingeführt wird.
Das Starkregen-Frühalarmsystem könne für einmalig 2900 Euro in eine interaktive 3D-Modell-Karte visualisiert werden. Danach kostet es monatlich 70 Euro im Jahr. Daniel Schmid (FWG) meinte, dieses Frühalarmsystem könne auch jederzeit als PDF-Datei auf die gemeindliche Homepage gestellt werden, um gewünschte Informationen zu erhalten. Geld, das sich die Gemeinde durchaus sparen könne. Auch vom Gremium wurde das Starkregen-Auskunft-System mehrheitlich abgelehnt.
Wasserverbundleitung soll zwischen Bonstetten und Adelsried entstehen
Beim Thema „Wasserverbundleitung zwischen den Gemeinden Adelsried und Bonstetten“ gab es in der öffentlichen Sitzung noch keine Entscheidung, ob die ausgeschriebene Planung beauftragt werden soll. Nach wie vor ist für die Freien Wähler offen, ob eine Verbundleitung oder ein eigener weiterer Brunner für Bonstetten gebohrt werden soll. Daniel Schmid (FWG) schlug vor, diesen Tagesordnungspunkt zu vertagen, um ihn zunächst auf rechtliche Füße zu stellen. Das Ausschreiben an drei Anbieter sei erfolgt, so Bürgermeister Anton Gleich. Zwei Angebote sind eingegangen.
Stattdessen wolle man, so die Freien Wähler noch die Entscheidung aus der Adelsrieder Gemeinderatssitzung abwarten, die dieses Thema auch auf ihrer Agenda haben. „Wenn wir statt einer Verbundleitung mit Gesamtkosten von ca. 650.000 Euro einen eigenen zweiten Brunnen anstreben, ist er durch das lange Genehmigungsverfahren und Standortsuche nicht vor zehn Jahren in Betrieb“, machte Gleich deutlich. „Der neue Brunnen kostet deutlich über eine Million Euro und aufgrund der wegfallenden Förderung zahlen wir diesen zu 100 Prozent allein. Die Herstellungskosten für die Verbundleitung werden geteilt.“
Die Gemeinde erhalte für die Planung eine Förderung von mindestens 50 Prozent, somit über 50.000 Euro, wobei die Hälfte von der Nachbargemeinde zu tragen sei. „Wir müssen starten und der Genehmigungsbehörde zeigen, dass wir bereit sind, endlich ein zweites Standbein in der Wasserversorgung aufbauen wollen, bevor wir Gast im eigenen Haus sind und andere für uns entscheiden“, so Gleich.
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