Nach intensiven Beratungen konnte Bürgermeister Florian Mair dem Gemeinderat Altenmünster den Haushaltsplan für das laufende Jahr präsentieren. Dieser hat sich mit einem Volumen von 19,4 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. „Die Bedingungen dagegen sind bedeutend schwieriger“, sagte Florian Mair. Deshalb müssen auch weitere Schulden aufgenommen werden. Was sich die Gemeinde deshalb jetzt nicht mehr leistet.
Worin Altenmünster 2026 investiert und worin nicht
Der Haushalt erfordere von allen Beteiligten eine erhebliche Ausgabendisziplin und die Fokussierung auf das wirklich Notwendige. „Deshalb gibt es auch Einschnitte, nicht alle Vorhaben können berücksichtigt werden“, so Mair. Darunter fällt auch der angedachte Ausbau des kommunalen Fernwärmenetzes in Altenmünster, der derzeit nicht mehr weiter verfolgt wird. Die hierfür notwendigen Planungskosten hätten den aktuellen Haushalt mit 280.000 Euro belastet, die später folgenden Ausbaukosten im Millionenbereich hätten dringlichere Aufgaben blockiert. Ebenso wurden die Mittel zur Sanierung von Straßen und Wegen auf das absolut Notwendige beschränkt. Nicht mehr umsetzbar in Anbetracht der engen Handlungsspielräume sind der Bau von neuen Spielplätzen in den Ortsteilen Baiershofen und Eppishofen.
Die wichtigsten und unaufschiebbaren Investitionen sind im Vermögenshaushalt abgebildet, der in diesem Jahr ein Volumen von 7,26 Millionen Euro ausweist. Allein davon entfallen 3,87 Millionen Euro auf Baumaßnahmen. Der größte Posten mit 1,35 Millionen Euro ist darin für die Wasserversorgung für den Neubau des Saugbehälters in Violau eingeplant. Dieser Position stehen auf der Einnahmenseite 720.000 Euro an Verbesserungsbeiträgen gegenüber, die noch zu erheben sind. Für den Radweg von Hennhofen nach Zusamzell sind dieses Jahr 450.000 Euro vorgesehen, der restliche Betrag mit 458.000 Euro wird 2027 im Haushalt stehen. Die Planungskosten der Sanierung der Zusambrücke in Zusamzell sind mit 50.000 Euro berücksichtigt. Begonnen wird die Baumaßnahme im nächsten Jahr, wofür mit Kosten von 773.000 Euro kalkuliert wird. Für die Beschaffung von zwei neuen Fahrzeugen für die Feuerwehr Altenmünster sind 1,1 Millionen Euro veranschlagt. Eine neue Brandmeldeanlage in der Grundschule schlägt mit 105.000 Euro zu Buche.
Haushalt 2026: Altenmünster macht neue Schulden
Der Haushalt sieht eine Neuverschuldung von zwei Millionen Euro vor, womit sich der Schuldenstand der Gemeinde auf rund fünf Millionen Euro erhöhen würde. Zugutekommt der Kommune, dass die Verschuldung in den vergangenen fünf Jahren um 2,3 Millionen Euro reduziert werden konnte.
Einen kontinuierlichen Aufwärtstrend weist der Verwaltungshaushalt mit einem Volumen von 12,18 Millionen Euro auf. Die steigende Einwohnerzahl auf nunmehr 4781 führt zwar zu höheren Investitionen, aber auch zu steigenden Einnahmen. Erkennbar wird dies am Einkommensteueranteil, der mit 3,27 Millionen Euro den Hauptanteil ausmacht. Dem gegenüber stehen hohe Personalkosten, die mit 2,84 Millionen Euro mehr als die Hälfte ausmachen. „Immer neue Aufgaben werden auf die Kommunen übertragen“, monierte Mair. Leicht angestiegen ist auch die Kreisumlage auf 2,6 Millionen Euro.
Mit einer geplanten Zuführung von 254.350 Euro zum Vermögenshaushalt wird, auch aufgrund der erschwerten Rahmenbedingungen, die gesetzlich vorgeschriebene Mindestzuführung in diesem Jahr nicht erreicht.„Wir werden aber mit den vorhandenen Möglichkeiten das Bestmögliche erreichen, um Altenmünster auf Kurs zu halten und voranzubringen“, lautete das Fazit des Bürgermeisters zum Haushaltsplan, der vom Gremium einstimmig beschlossen wurde.
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