Herr von Lüttichau, warum war jetzt – nach über 200 Auftritten mit „Plugged“ – der richtige Zeitpunkt für ein zweites Programm?
VON LÜTTICHAU: Jedes Programm hat seine Zeit. Ich hatte das Gefühl, mit ‚Plugged‘ an sehr vielen Orten alles erzählt zu haben – viele haben das Stück gesehen, manche sogar mehrmals. Und im Laufe der Zeit haben sich bei mir viele neue Themen, Lieder und Gedanken angestaut, bei denen ich dachte: Das muss jetzt raus! Ich werde in diesem Jahr 70... Das hat für mich durchaus zwei Seiten: einerseits freue ich mich, wieder im Aufbruch zu sein mit meinem neuen Programm, einem neuen Abenteuer. Andererseits weiß ich natürlich, dass die Zeit knapper wird.
Haben Sie ein Problem mit dem Älterwerden?
VON LÜTTICHAU: Ein echtes Problem nicht. Aber es ist doch ein ambivalentes Gefühl, das sicher viele kennen. An meinem 69. Geburtstag dachte ich: Wie toll, dass ich heute so gut dastehe und noch da bin. Ich war dankbar. Jedes Alter hat ja zwei Seiten – ein jüngerer bedauert vielleicht, dass er schon 40 ist, freut sich aber gleichzeitig über Dinge, die vielleicht für ihn früher so nicht möglich waren.
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