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Integrativer Stricktreff: Im Schloss-Saal in Zusmarshausen wird für den guten Zweck gestrickt

Zusmarshausen

Integrativer Stricktreff: Im Schloss-Saal in Zusmarshausen wird für den guten Zweck gestrickt

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    Diese Frauen in Zusmarshausen stricken nicht nur Socken: (von links) Elvira, Mesude, Birgit, Uschi, Verena, Lamar, Hadi und Zeinab.
    Diese Frauen in Zusmarshausen stricken nicht nur Socken: (von links) Elvira, Mesude, Birgit, Uschi, Verena, Lamar, Hadi und Zeinab. Foto: Michaela Krämer

    Recht munter und fröhlich geht es zu im Nebenzimmer des Schloss-Saals in Zusmarshausen. Viele von den Frauen haben sich auf diesen Nachmittag gefreut. „FiZ strickt!“ ist bereits das vierte Treffen, bei dem sich Frauen aus verschiedenen Teilen der Welt bei Kaffee und Kuchen zum Stricken, Plaudern und Kennenlernen zusammenfinden. Und das für einen guten Zweck.

    Zusmarshausen: Integrativer Stricktreff im Schloss-Saal

    Sie wollen mit wärmenden Schals, Socken und Mützen obdachlosen Menschen in kalten Winternächten helfen. Ins Leben gerufen haben diese integrative Strick- und Handarbeitsrunde Mesude Gökkaya und Birgit Meitinger. „Es tut gut, sich mit anderen kulturell auszutauschen, es ist eine echte Bereicherung.“ Mesude Gökkaya, geboren in Ankara, spricht inzwischen sehr gut Deutsch. Sie ist Lehrerin und Familientherapeutin, ihr Mann Biologe. Ihre 20-jährige Tochter studiert, der Sohn ist 13 Jahre alt und geht in Diedorf aufs Gymnasium.

    Birgit Meitinger korrigiert, wenn Mesude Gökkaya beim Sprechen noch Fehler macht. „Sie soll die deutsche Sprache richtig lernen“, sagt sie. Neu in der Gruppe ist Zeinab aus dem Libanon. Sie ist mit ihren beiden Kindern Lamar und Hadi zum Treffen gekommen. Stricken kann sie noch nicht. Doch schnell sind ihr alle anderen mit Wolle und Nadeln behilflich und zeigen ihr, wie es geht. Auch ihre Kinder sind neugierig geworden. „Warum sind da vier Nadeln?“, fragen sie. „Die braucht man zum Socken- oder Stulpenstricken“, erklärt man den Beiden. Elvira Belak strickt bereits in anderen Einrichtungen für den guten Zweck. Ihre Leidenschaft sind Mützen. Darin hat sie auch schon Routine und muss gar nicht mehr hinschauen. „Das nennt man blind stricken“, klärt sie auf.

    Stricken für den guten Zweck in Zusmarshausen

    Draußen herrschen strahlender Sonnenschein und frühlingshafte Temperaturen. Deshalb ist an diesem Tag nur ein kleiner Teil der sonst doch größeren Gruppe gekommen. „Im Herbst und Winter sind wir zwölf bis 14 Leute“, berichtet Meitinger. Es tauchen Zweifel auf, ob man in den Sommermonaten diesen unregelmäßig stattfindenden Nachmittagstermin überhaupt noch einhalten soll. Man werde sich etwas überlegen müssen, meint auch Verena Maier, die Vorsitzende von FiZ (Familien in Zusmarshausen).

    Im vergangenen Jahr haben sie die gestrickten Sachen in die Wärmestube nach Augsburg gebracht, dieses Jahr geht die Kiste nach Günzburg. Und dann hat Uschi Reitmayer noch eine Idee: Man könne doch auch ältere Damen zu diesem Treffen einladen. „Wir können sie abholen, wenn sie nicht mehr gut zu Fuß sind“, sagt sie. Wer also Interesse an diesem geselligen Nachmittag in integrativer Runde hat, darf sich bei Uschi Reitmayer unter der Telefonnummer 08291 608 melden.

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