Johannimarkt 2025 am Kloster Holzen - eine Billanz
Allmannshofen/Holzen
Der Johannismarkt ist eine Kombination aus Tradition, Geselligkeit und Einkaufserlebnis
„Wir treffen uns sonst nie, aber am Johannimarkt jedes Jahr“ - das sei das Motto des beliebten Markts am Kloster, berichtet der Bürgermeister. Eine Bilanz.
Auch in diesem Jahr erwies sich der Markt als wahrer Publikumsmagnet.Foto: Monika Matzner
Er hat im Juni einen festen Platz im Kalender - nicht nur bei den Bewohnern des nördlichen Landkreises: der Johannimarkt in Kloster Holzen. Einst ein Stück Grundversorger, ist dieser heute eine gelungene Kombination aus Tradition, Geselligkeit und Einkaufserlebnis. Auch in diesem Jahr erwies sich der Markt als wahrer Publikumsmagnet.
„Der Markt ist ein Jahrespunkt, an dem Menschen zusammenkommen“
Markus Stettberger, Bürgermeister
„Wir treffen uns sonst nie, aber am Johannimarkt jedes Jahr“ ist das Motto, erzählt Bürgermeister Markus Stettberger, „der Markt ist ein Jahrespunkt, an dem Menschen zusammenkommen, sich austauschen und in nette Gespräche kommen. Für mich auch ein sehr wertvoller Beitrag für uns als Gesellschaft.“
Schon ab Samstagnachmittag stöberten die Besucher durch den Markt. Die Fieranten boten vom Praktischen und Nützlichem über Schönes und Krimskrams alles, was das Herz begehrt. „Der Johannimarkt macht glücklicher als das Einkaufszentrum“ stellte ein Händler für Haushaltsartikel klar und bot auch gleich eine Probemassage mit dem Rückenkratzer an. An den Spielwarenständen leuchteten die Kinderaugen, für den Sonnenschutz gab es die passende Kopfbedeckung, für strapazierte Hände die perfekte Pflegecreme. Diverse Imbiss-Stände stillten den kleinen und großen Hunger. Selbstgemachte Waffeln der Ministraten waren ebenso gefragt wie Reißler-Käs` oder gebrannte Mandeln.
Kloster Holzen als besonderer Kraftort
Die Werkstatt für Menschen mit Behinderung sowie die Förderstätte präsentierten ihre kreierten Kunstwerke im Klosterladen. Davor hatte sich ein bekannter Gast plaziert: Schwester M. Katharina Wildenauer, Generaloberin der St. Josefskongregation und zugleich Vorsitzende des neu gegründeten Fördervereins Kloster Holzen. Aus Ursberg war sie angereist und informierte u. a. mit Silke Fehling (Pflegedienstleitung Dominikus-Ringeisen-Werk) über die Arbeit der Einrichtung und die Vision des Fördervereins, Kloster Holzen als „besonderen Kraftort“ zu erhalten und weiterentwickeln.
Silke Fehling und Schwester M. Katharina Wildenauer am Johhannimarkt-Infostand.Foto: Monika Matzner
Ein Anziehungspunkt war die Schiffschaukel, vor der sich vor allem die Jugend versammelte. Hier wehte ein Hauch Nostalgie über den Platz - die Schaustellerfamilie Kreis aus Ingolstadt kommt seit fast 70 Jahren auf den Johannimarkt. „Ich war schon als Kind in Holzen dabei und habe meinem Großvater (Ludwig) und Vater (Fritz) beim Anschieben geholfen, mittlerweile ist auch schon meine fünfjährige Tochter mit von der Partie“ erzählt Fritz Kreis, der am Sonntag sogar den Geburtstag seiner Frau Simone auf dem Johannimarkt feiern konnte.
Neues Schutzkonzept auf dem Johannimarkt
Wer genug hatte vom Schiffschaukeln und Bummeln nahm im Festzelt oder Biergarten Platz, wo die Musikkapelle „Uns“, der Musikverein Nordendorf und die Ehinger Musikanten aufspielten. Auch der gute Zweck schwingt alljährlich mit auf dem Johannimarkt - etabliert hat sich die Fotobox. Viele Besucher setzten sich für ein Johannimarkt-Erinnerungsbild 2025 in die Knips-Kiste – der Erlös geht an den Ambulanten Krankenpflegeverein Holzen und Umgebung.
Fritz Kreis schiebt seine Gattin Simone zum Geburtstag in der Gondel an. Seit fast 70 Jahren ist die Schaustellerfamilie Kreis auf dem Johannimarkt vertreten.Foto: Monika Matzner
Erstmals war der Markt etwas kleiner, da Sicherheitsthemen abgedeckt werden mussten, etwa eine Zufahrtssperre am Markteingang. „Da werden wir auch im ländlichen Gebiet nicht verschont“ erklärte Bürgermeister Markus Stettberger und berichtet weiter, dass es jedes Jahr neue erschwerende Aufgaben gebe, einen Markt durchführen zu können. „Mir ist es aber eine Herzensangelegenheit, alles dafür zu tun, den Markt nachhaltig zu erhalten.“ Lobende Worte und große Anerkennung findet er auch für die Ehrenamtlichen und dem örtlichen Schützenverein und Feuerwehrverein, die jedes Jahr Biergarten und Zelt organisieren und stemmen. Einem Flyer konnten die Besucher entnehmen, dass die Organisation des Marktes bereits seit 1856 in den Händen der Gemeinde Allmannshofen liegt.
Undenkbar wäre der Johannimarkt ohne den feierlichen Patroziniums-Gottesdienst der Klosterkirche St. Johannes Baptist. Das kirchliche Hochfest wurde mit vielen Gläubigen am Sonntagvormittag im Hof der Klosteranlage gefeiert.
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