Kabarettabend in Bonstetten, das ist für viele ein fester Termin. „Da Bobbe“, bürgerlich Robert Ehlis, ist in Bonstetten kein Unbekannter. Der gebürtige Oberpfälzer präsentierte bereits vor zehn Jahren hier sein erstes Kabarett-Programm- entsprechend groß waren die Erwartungen.
Schon mit seiner „Bärlewurfattacke“ lockerte der Kabarettist die Stimmung im Stadel auf. Für jeden richtig genannten Bären, wie z,B. Braunbär, Malaienbär oder Eisbär gab es Gummibärle, bei den Erdbeeren waren nicht alle einverstanden. Doch verziehen wurde ihm dieser Ausflug schnell, schließlich hat der heute in Straubing lebende Kabarettist einen gehörigen Schuss Oberpfälzer „Migrationshintergrund“.
Nostalgie und Lachtränen
Nostalgisch wurde es , als Da Bobbe vom Mattenwagen im Sportunterricht schwärmte. Beim Lied „Mei, riacht des guat!“ waren alle mit dabei. Erinnerungen an die Mon-Cherie-Praline vom Opa oder die Dampfnudeln mit Vanillesoß von der Oma. Auch die Kegelbahn im Wirtshaus, wo alle geraucht haben und schließlich ihre Kugel in der Nebelwand versenkt haben - alles bestens bekannt!
Auch beim Bobbe bedeutete die Corona Epidemie praktisch ein Berufsverbot, doch diese Zeit wurde gut genutzt: Er wurde vor fünf Jahren Vater einer kleinen Tochter. Große Freude auch bei den Schwiegereltern: „Wir zahlen den Kinderwagen!“ Beim Blick auf den Preis kam schnell die Einschränkung : „Oder doch besser nur die Reifen.“ Um fit zu sein, wurde durchs Dorf „probegewagelt“. Und natürlich war Bobbe hilfsbereit und holte einen Zehn-Liter-Eimer Alpina Weiß beim Schwager ab. Dafür war der Kinderwagen nicht parat - alles zerstört. Das Publikum lacht Tränen.
Junggesellen spontan auf der Bühne
Mit viel Situationskomik erzählte Bobbe außerdem vom Feuerwehralltag: „Dauernd Alarm!“ Erst beim Frühschoppen, dann bei der Fahnenweihe… Da kommt man schon ins Schwitzen! Und dann wird einem vom Kreisbrandrat noch ein „Flüchtling aus Nahost „ins Team geschickt! Sprachprobleme sind selbstverständlich: wie soll auch ein Sachse Deutsch können? Mit 200 Euro wird er losgeschickt, um Bier zu kaufen. Als er Öttinger kaufen will, wir er zurückgepfiffen: „Soviel Platz haben wir im Feuerwehrhaus nicht!“
Zu den Höhepunkten des Abends gehörte zweifellos der spontane Auftritt von vier Junggesellen, die der Bobbe kurzerhand aus dem Publikum auf die Bühne holte. Bei der Geschichte von der „Tante aus Amerika“ mussten die Teilnehmer pantomimisch die verschiedenen Mitbringsel darstellen - vom Lutscher über ein Fahrrad bis hin zu Kaffeemühle, Hula-Hoop-Reifen und Springseil, alles gleichzeitig. Spätestens beim letzten Mitbringsel - „Vier Bananen für die Affen aus dem Zoo!“ - blieb im Stadel kaum ein Auge trocken.
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