Mehr als zwei Dutzend Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung der Fairtrade-Steuerungsgruppe Königsbrunn und des Weltladens zu einem informativen „Walk & Talk“ rund um das Thema Kaffee. Fachlich begleitet wurde der Rundgang von Dr. Maximilian Held, Referent der internationalen Genossenschaft Oikocredit.
Das sind die Herausforderungen beim Anbau von Kaffee
Zu Beginn präsentierte Dr. Held eine Arabica-Pflanze und erläuterte die Unterschiede zu Robusta sowie die Herausforderungen des Kaffeeanbaus. Klimawandel, Krankheiten und der Verlust von Anbauflächen setzen den Produzenten zunehmend zu. Viele Kleinbauern reagieren mit nachhaltigen Anbaumethoden wie Agroforstsystemen, Zwischenpflanzungen und Bodendeckern – Maßnahmen, die Oikocredit gezielt unterstütze.
Wie viel vom Erlös beim Erzeuger bleibt
Ein weiterer Schwerpunkt des Rundgangs war die Wertschöpfungskette des Kaffees. Nur rund 14 Prozent des Verkaufserlöses verbleiben im Anbauland, während der Großteil in den Importländern erwirtschaftet wird. Während große Konzerne keine Auskunft über ihre Preisgestaltung geben würden, stellten Fairhandelsorganisationen wie Gepa ihre Zahlen transparent zur Verfügung. Diese Transparenz sei entscheidend für bewusste Kaufentscheidungen, betonte Dr. Held.
Im Weltladen Königsbrunn fasste Gerlinde Ostermeier die Bedeutung des fairen Handels zusammen: Fair gehandelter Kaffee verbessere die Lebensbedingungen der Produzenten nachhaltig. Die Fairtrade-Steuerungsgruppe plant weitere Veranstaltungen. Ein Termin steht bereits fest: Am 9. Mai lädt der Weltladen zu einem „Fairen Frühstück“ ein.
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