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Kita Schatztruhe in Stadtbergen vor dem Aus? Eltern starten Petition.

Stadtbergen

Petition: Kita-Eltern wehren sich gegen die Schließung der Schatztruhe in Stadtbergen

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    Die Kinder der Kita Schatztruhe in der Osterfeldstraße sollen im September ausziehen.
    Die Kinder der Kita Schatztruhe in der Osterfeldstraße sollen im September ausziehen. Foto: Katja Röderer

    „Wir wollen bleiben“ steht auf dem Plakat an der Kita Schatztruhe in Stadtbergen. Die Stadt plant, die Kinder ab September in einem Neubau am Kreisverkehr in der Hagenmähderstraße unterzubringen. Nach etwa einem Jahr soll die Schatztruhe dann ganz geschlossen werden. Die Nachricht sorgt für Protest in Stadtbergen. Eine Online-Petition läuft bereits. Mehr als 330 Unterschriften sind schon zusammengekommen. Die meisten stammen bislang allerdings nicht aus Stadtbergen.

    Die Eltern fordern den sofortigen Stopp der Pläne, die der Stadtrat in einer nicht öffentlichen Sitzung vor Ostern beschlossen hat. Vier Betreuungseinrichtungen in Stadtbergen sind davon betroffen. Dazu gehört auch die offene Ganztagsschule OGTS im Pavillon 7 an der Parkschule, gleich gegenüber der Schatztruhe. Der etwa 35 Jahre alte Bau soll abgerissen und bis Ende 2027 neu gebaut werden. Die Planungen dafür haben schon begonnen. Die Kinder der OGTS sollen während der Bauphase in die Räume der Kita Schatztruhe umziehen.

    Sobald dieses Gebäude am Kreisverkehr Polkstraße/Hagenmähderstraße fertig gebaut ist, sollen Kindergartenkinder hier einziehen. Aber nur vorübergehend, denn das Haus soll einmal Obdachlose beherbergen.
    Sobald dieses Gebäude am Kreisverkehr Polkstraße/Hagenmähderstraße fertig gebaut ist, sollen Kindergartenkinder hier einziehen. Aber nur vorübergehend, denn das Haus soll einmal Obdachlose beherbergen. Foto: Katja Röderer

    Die Kita Schatztruhe wird deshalb ab September in einem Neubau am Kreisverkehr an der Hagenmähderstraße untergebracht. Das Gebäude ist derzeit noch im Rohbau. Es soll in einigen Jahren als Obdachlosenunterkunft genutzt werden und steht nur vorübergehend als Kita zur Verfügung. Nachdem es neu gebaut wird, wurde dieser Umstand bei der Planung mitbedacht. Allerdings sollten hier ursprünglich die Kinder des Kindergartens Elias Holl einziehen. Denn deren Kita-Gebäude wird bald renoviert.

    Auch die Kinder des Elias-Holl-Kindergartens ziehen um

    Der Kindergarten Elias Holl wird während der Bauarbeiten am Kita-Gebäude in der Elias-Holl-Straße nach aktuellem Stand der Dinge in die schon fertig renovierte Kita am Reiterweg einziehen. Hier stehen noch Räumlichkeiten für die zwei Gruppen zur Verfügung, weil in diesem Jahr wenig Anmeldungen für die Krippe eingegangen seien, wie es aus dem Rathaus heißt. Längstens für ein Jahr soll dies eine Übergangslösung für die Kinder des Elias-Holl-Kindergartens sein. Danach kehren sie in ihre eigene Kita zurück.

    So sieht es in der Kita im Reiterweg Stadtbergen aus

    Neue Kita Reiterweg Stadtbergen - - -
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    Helle Räume und viel Platz zum Toben: Nach der Sanierung bietet die Kindertagesstätte im Reiterweg in Stadtbergen Platz für 150 Kinder.

    Wie der Stadtberger Geschäftsleiter Holger Klug berichtet, seien alle Eltern der betroffenen Betreuungseinrichtungen von den Umstrukturierungen informiert worden. Außerdem sei ein Elternabend mit Bürgermeister Paulus Metz und Eltern der Kita Schatztruhe angedacht. Denn der Protest gegen die Schließung der Schatztruhe ist groß.

    Gegen die Schließung der Kita Schatztruhe gibt es Protest. Plakate und Zettel am Zaun der Kita machen auf die Petition aufmerksam.
    Gegen die Schließung der Kita Schatztruhe gibt es Protest. Plakate und Zettel am Zaun der Kita machen auf die Petition aufmerksam. Foto: Katja Röderer

    In ihrer Petition fordern die Eltern neben dem Stopp der Umzugspläne, die Schließung der Schatztruhe abzuwenden und nach anderen Lösungen für die OGTS-Kinder zu suchen. Sie wollen, dass ein runder Tisch mit Bürgermeister, Schulleitung und Elternbeirat stattfindet. Eine Mutter sagt: „Wir wollen gemeinsam eine gute Lösung finden.“ Wenn ihr Kind von der Kita Schatztruhe an den Kreisverkehr umzieht, werde sie ihre Arbeitszeiten kürzen müssen, um es rechtzeitig dort abzuholen, weil der Weg für sie dann länger sei. So gehe es vielen Eltern, berichtet die Mutter. Das Problem würde sich verschärfen, sollte ihr Kind eines Tages die Kita am Elmer-Fryar-Ring besuchen.

    Eltern finden den Standort am Kreisverkehr nicht optimal

    Die Stadt verweist darauf, dass die Betriebserlaubnis der Schatztruhe bis Ende 2027 befristet sei. Bis dahin soll die Kita der Johanniter am Elmer-Fryar-Ring fertig gebaut sein. Die Übergangslösung am Kreisverkehr in der Hagenmähderstraße sei „kein düsterer Bunker“, erklärt Holger Klug. Das Haus werde nach heutigen Standards errichtet und sei für den Kita-Betrieb mit 50 Kindern genehmigt worden. Die Eltern finden, dass der Standort wegen des Verkehrslärms und der Feinstaubbelastung nicht optimal sei. Blieben die Kinder in der Schatztruhe in der Osterfeldstraße, hätten die Kleinen stattdessen aber bald den täglichen Baulärm von der Baustelle der OGTS vor dem Fenster, sagt die Stadt.

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