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Kommt die neue Ortsmitte? Bonstetten hat sich entschieden

Bonstetten

Neue Ortsmitte: So hat Bonstetten entschieden

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    Mit diesem Wahlplakat wurde für die Ortsmitte geworben.
    Mit diesem Wahlplakat wurde für die Ortsmitte geworben. Foto: Michaela Krämer

    „Sind Sie dafür, dass die Gemeinde Bonstetten die derzeitigen Planungen für den Bau der neuen Ortsmitte inklusive Rathaus und Feuerwehrhaus mit einem Kostenvolumen von ca. 14 Millionen weiterführt?“ So stand es auf dem Stimmzettel. Rund 1236 Bonstetterinnen und Bonstetter waren aufgerufen, ein weiteres Mal über die neue Ortsmitte abzustimmen. Bis 18 Uhr konnten ihre Stimmen abgegeben werden. 328 der Stimmberechtigten hatten sich zuvor per Briefwahl entschieden. Jetzt gibt es ein Ergebnis.

    Dieses Plakat nutzten die Gegner des Projekts.
    Dieses Plakat nutzten die Gegner des Projekts. Foto: Michaela Krämer

    Knapper hätte die Wahl nicht ausgehen können. Mit dem Bürgerentscheid ist die Planung für die neue Ortsmitte entschieden, die Stimmen sind ausgezählt: Am Ende war es ein sehr knappes Votum: 396 Ja-Stimmen bekommen zu 395 Nein-Stimmen. Somit hat die Gemeinde eine Mehrheit für das 12,8-Millionen-Euro-Projekt aus der Bevölkerung bekommen. Die Wahlbeteiligung lag bei 64 Prozent. Bürgermeister Anton Gleich habe, wie er sagte, mit diesem Ergebnis nicht gerechnet. „Wir haben mit ehrlichen Informationen noch viel wett gemacht“, sagte er. „Ich bin darüber sehr glücklich.“

    Neue Ortsmitte Bonstetten kostet ungefähr 12 Millionen Euro

    2025 sprach sich der Gemeinderat mit neun zu vier Stimmen für das Großprojekt in der aktuell geplanten Form aus. Kostenpunkt: 14 Millionen Euro. Hannes Merz (FW) und Jürgen Scheinost (Bürgerbotschafter) hielten dies für überdimensioniert. Sie präferierten eine andere, günstigere Lösung und starteten ein Bürgerbegehren. Insgesamt haben 272 Bürgerinnen und Bürger unterzeichnet, 262 davon waren gültig. 124 Stimmen wäre notwendig gewesen. Ein deutliches Ergebnis also.

    Nach neuesten Schätzungen belaufen sich die Kosten auf 12,8 Millionen Euro. Mit einer Förderung von sechs Millionen Euro müsste die Gemeinde dank des Eigenkapitals noch zwei Millionen Euro an Krediten aufnehmen. Streitpunkt ist die Dimension des Gebäudes bzw. ob nicht die Dolphin-Halle als neues Feuerwehrhaus infrage käme. Die Bürgerinitiative befürchtet, dass aufgrund des Millionenprojekts kein Spielraum mehr für weitere Investitionen in der Zukunft wären.

    Während einer Infoveranstaltung im September hatte sich die Stimmung jedoch erneut gedreht. Dabei wurde am Bürgerbegehren vom größten Teil der anwesenden Bürgerinnen und Bürger harsche Kritik geübt. Aufgrund dessen wurde zu einem Bürgerentscheid „Ortsmitte“ aufgerufen.

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