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Kommunalwahl: Warum Grüne und Bündnis Umwelt in Horgau nicht zusammen antreten

Horgau

„Undemokratisch“ - Warum die Grünen in Horgau nicht mit Bündnis Umwelt antreten

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    Die Grünen und Bündnis Umwelt werden mit einzelnen Listen bei der Kommunalwahl antreten.
    Die Grünen und Bündnis Umwelt werden mit einzelnen Listen bei der Kommunalwahl antreten. Foto: Sebastian Richly

    Erst Im Sommer 2025 hat sich in Horgau ein Ortsverband der Grünen gegründet, bei der Kommunalwahl am 8. März wollte man gemeinsam mit dem Bündnis Umwelt antreten, doch die Wählergruppe und die Partei kommen nicht zusammen. Was beide Seiten dazu sagen.

    „Bei den Positionen, also wer die Plätze eins bis fünf belegt, sind wir uns nicht einig geworden“, sagt Günter Steer vom Bündnis Umwelt und führt aus: „Wir hatten schon eine gemeinsame Aufstellungsversammlung beschlossen, aber die Grünen haben das abgesagt. Sie waren davon ausgegangen, dass wir eine Mitgliederliste bringen, aber so etwas haben wir als Wählergruppe nicht.“

    Grüne sollen Bündnis Umwelt undemokratisch genannt haben

    Die Grünen hatten eine gemeinsame Liste mit dem Bündnis Umwelt angestrebt, doch dazu ist es nicht gekommen. Steer sagt, sie hätten Angst gehabt, dass man sie bezüglich der Kandidaten überstimmt. Die Zusammenarbeit zwischen der Wählergruppe Bündnis Umwelt und der Partei der Grünen ist an Formalitäten gescheitert. „Die Grünen haben feste Vorgaben, wie sie ihre Listen besetzen, das ist bei uns anders“, sagt Steer, der diesen Vorgaben nicht viel abgewinnen kann: „Man hat uns gesagt, wir seien undemokratisch, aber eine Wählergruppe ist praktisch die demokratischste Form ,die es gibt.“ Dabei, sagt Steer, sei es eigentlich undemokratisch, dass bei den Grünen eine Frau auf dem ersten Listenplatz gesetzt sei. „Bei uns hingegen ist alles offen, egal, ob Frau oder Mann.“

    Grünen Kandidat beklagt fehlende Beteiligung bei Bündnis Umwelt

    Dass es organisatorische Barrieren gab, bestätigt auch Günther Sasse, der aktuell noch beim Bündnis Umwelt im Gemeinderat sitzt und jetzt für die Grünen antritt. „Wir haben seit Juli 2025 versucht, eine gemeinsame Liste mit dem Bündnis Umwelt zu organisieren“, erklärt er. Das sei aus seiner Sicht an der fehlenden aktiven Beteiligung des Bündnis Umwelt gescheitert. „In einem Meeting, in dem wir entscheiden wollten, ob wir eine gemeinsame Liste machen oder nicht, konnten wir uns nicht darauf einigen, wie wir die Listenplätze verteilen.“ Auch die paritätische Besetzung, also dass eine Frau auf Listenplatz eins stehe, sei ein Punkt gewesen, auf den man sich nicht einigen konnte.

    Trotzdem, sagt Sasse, sei es ihm wichtig, das Bündnis Umwelt nicht anzugreifen: „Wir haben viele gemeinsame Themen, aber hatten einfach inhaltliche Differenzen über die Ausrichtung.“ Das Bündnis habe man aber auch danach nicht ausgeschlossen. „Wir haben uns mit vier Mitgliedern gegründet und jetzt stehen 13 Personen auf unserer Liste, davon kommen vier vom ursprünglich Bündnis Umwelt.“ Dass man jetzt mit zwei verschiedenen Listen antrete, sei für die gemeinsamen Ziele aber nicht hinderlich, sagt Sasse.

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