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Landkreis Augsburg beschließt mehr Stellvertretungen und neue Regelungen im Kreistag

Landkreis Augsburg

Warum es im Landkreis Augsburg jetzt zwei stellvertretende Landrätinnen gibt

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    Michael Higl (links) ist Stellvertreter des Landrats, wenn Martin Sailer (zweiter von links) im Amt verhindert ist. Sabine Grünwald (zweite von rechts) und Florian Mair (rechts) vertreten ihn ehrenamtlich auf repräsentativen Terminen. Auch Claudia Schuster ist ehrenamtlich stellvertretende Landrätin, sie war zur konstituierenden Sitzung des Kreistags verhindert.
    Michael Higl (links) ist Stellvertreter des Landrats, wenn Martin Sailer (zweiter von links) im Amt verhindert ist. Sabine Grünwald (zweite von rechts) und Florian Mair (rechts) vertreten ihn ehrenamtlich auf repräsentativen Terminen. Auch Claudia Schuster ist ehrenamtlich stellvertretende Landrätin, sie war zur konstituierenden Sitzung des Kreistags verhindert. Foto: Marcus Merk

    Wie viele stellvertretende Landräte benötigt der Landkreis Augsburg? Möglich wären bis zu fünf, bislang gab es jedoch nur zwei. Das ist zu wenig, sagte auf der konstituierenden Sitzung des Kreistags Melanie Schappin, Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler. Schließlich würden diese im Ehrenamt den Landrat auf den vielen repräsentativen Terminen vertreten, von Firmenbesuchen über Schulabschlussfeiern bis zu Vereinsjubiläen. Sie beantragte, diese Zahl auf drei zu erhöhen. So kam es dann auch, allerdings gegen die Stimmen von AfD und Grünen. So begründen diese ihre Entscheidung.

    Fast ein Drittel der Kreisräte im Kreistag Augsburg ist neu im Amt. Sie wurden auf der konstituierenden Sitzung vereidigt.
    Fast ein Drittel der Kreisräte im Kreistag Augsburg ist neu im Amt. Sie wurden auf der konstituierenden Sitzung vereidigt. Foto: Marcus Merk

    Als erster Stellvertreter des Landrats wurde mit Mehrheitsbeschluss Florian Mair (CSU, Altenmünster) benannt. Zweite Stellvertreterin bleibt Sabine Grünwald (SPD, Schwabmünchen). Die neue dritte Stellvertreterin des Landrats ist Claudia Schuster (FW, Gersthofen). Pascal Pfannes, Fraktionsvorsitzender der AfD, sagte, aus finanziellen Gründen solle auf einen dritten Stellvertreter verzichtet werden, das sei kaum mehr als ein Versorgungsposten. Für Silvia Daßler (Grüne) stellte sich die Sachlage anders dar: Die Grünen hatten schon 2020 einen dritten Stellvertreter gefordert. Das war damals, zu Beginn der Corona-Pandemie, abgelehnt worden.

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    Was damals galt, solle jetzt weitergelten, sagte Silvia Daßler. „Die Themen zu vor sechs Jahren haben sich nicht verändert, das ist alles bekannt.“ In einem Halbsatz fügte sie noch an, dass man solch eine Entscheidung für einen weiteren Stellvertreterposten vorab klarer hätte unter den Fraktionschefs absprechen können. Denn eigentlich hoffe sie auf eine engere Zusammenarbeit mit den anderen Fraktionen im Kreistag bei Sachfragen. Neben den ehrenamtlichen Stellvertretern gibt es noch einen gewählten Stellvertreter, der die Amtsgeschäfte übernimmt, wenn der Landrat verhindert ist. Das bleibt Michael Higl.

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    Zu Beginn der Sitzung wurden die neuen Kreisräte und Kreisrätinnen vereidigt, etwa ein Drittel der Mitglieder ist neu. Landrat Martin Sailer sprach in seinen einführenden Worten davon, dass der Landkreis in der Vergangenheit so erfolgreich war, weil man vertrauensvoll zusammengearbeitet habe. Dass der Kreistag jetzt bunter in Bezug auf die vertretenen Parteien sei, biete auch die Chance, mehr Meinungen abzubilden. Zudem wird der Landkreis moderner: Auf Antrag von Silvia Daßler werden jetzt in allen Satzungen weibliche und männliche Formen verwendet. Dagegen stimmte die AfD.

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