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Maibaum, Maiele, Mainacht: Experte berichtet, woher die Traditionen stammen

Lesetipp

Woher kommt die Maibaum-Tradition im Augsburger Land?

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    Ein Maibaum ist echte Teamarbeit. Deshalb ist er auch Ausdruck einer funktionierenden Dorfgemeinschaft, erklärt Bezirksheimatpfleger Christoph Lang.
    Ein Maibaum ist echte Teamarbeit. Deshalb ist er auch Ausdruck einer funktionierenden Dorfgemeinschaft, erklärt Bezirksheimatpfleger Christoph Lang. Foto: Marcus Merk

    Kaum eine Tradition im Augsburger Land ist so sichtbar wie das Maibaumaufstellen. Praktisch jeder Ort hat einen Baum. War das schon immer so? 
    CHRISTOPH LANG: Fangen wir damit an, woher sie nicht kommt: nämlich von den Germanen oder Kelten. Das wird immer wieder behauptet, es gibt aber keine Belege für diese Theorie. Die ersten Quellen, die vom Aufstellen eines Maibaums im Dorf berichten, stammen aus der frühen Neuzeit. Das ist ein Brauch, den wir seit etwa 300 Jahren belegen können. Ich möchte nicht ausschließen, dass dieser Brauch noch älter ist, belegen lässt sich das mit unseren Quellen aber nicht. Deutlich älter sind die ersten Belege zur Tradition der "Maiele", also kleineren Birken, die heute vor das Haus der Liebsten gestellt werden. "Maiele" wurden schon im Mittelalter aufgestellt.

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