Im vollen Stammlokal der Lützelburger Fotofreunde erlebte die Fangemeinde von Horst Jetter gemeinsam mit zahlreichen Gästen eine eindrucksvolle und stimmungsvolle Präsentation mit dem Titel „Wildlife – Kamerapirsch in Feld-, Wald- und Bergrevieren“. Neben faszinierenden Naturaufnahmen vermittelte der begeisterte Naturfotograf im Genuss-Café interessante Einblicke in Flora und Fauna vom Frühsommer bis in den Winter.
Der Fotograf aus Affaltern arbeitet mit Farben und Effekten
Das Publikum erlebte im Lauf des Vortrags eine perfekte Komposition von Aufnahmen, die den Lauf der Jahreszeiten in der Natur abbilden. Eindrucksvolle Gewitterstimmungen waren ebenso präsent wie herbstliche Nebelszenen oder grandiose Sonnenauf- und -untergänge. Dabei „malt“ der Fotograf gelegentlich mit Farben und Effekten, mit Unschärfen und gezielten Belichtungen, sodass dadurch künstlerisch anmutende Aufnahmen entstehen.
Jetter hat aber vor allem die Tiere im Fokus; vom kleinsten Insekt bis hin zum kapitalen Hirschen zeigte er die heimische Tierwelt. In seinem Vortrag fanden sich zum Beispiel Eichkätzchen als Kletterkünstler, ein Eisvogel mit Beute, ganze Rehwild-Familien, eine Wildschwein-Rotte mit Frischlingen, Füchse mit ihren spielenden Jungen, Hermeline im Sommer- und Winterkleid, ein Fasanen-Paar, verschiedene Wildvögel, ein Baummarder sowie Feldhasen.
„Die besten Aufnahmen gelingen im ersten Morgenlicht. Aber dafür muss man früh aufstehen, viel Geduld aufbringen, die Windrichtung beachten und für gute Tarnung sorgen.“
Horst Jetter, Hobbyfotograf aus Affaltern
„Ich jage dem Wild nicht hinterher, sondern sitze an wie ein Jäger“, erzählte Horst Jetter. Im Sommer seien das manchmal bis zu fünf Stunden, im Winter wegen der Kälte etwas weniger. Ein Tipp des Experten lautet: „Die besten Aufnahmen gelingen im ersten Morgenlicht. Aber dafür muss man früh aufstehen, viel Geduld aufbringen, die Windrichtung beachten und für gute Tarnung sorgen.“
Als ehemaliger Jäger kennt er den Wald und seine Bewohner bestens und weiß, wo die scheuen Tiere aufzuspüren sind. Als Beobachtungsposten dienen ihm Hochsitze, Feldstadel oder andere geeignete Verstecke. Sein Alter, 86 Jahre, merkt man Horst Jetter nicht an. Er ist weiterhin mit großer Leidenschaft in der Natur unterwegs – auch wenn er sich mit einem Augenzwingern manchmal einen „Sherpa“ für seine umfangreiche Ausrüstung wünscht. Außer seinen Kameras mit mehreren verschiedenen Objektiven hat er immer ein Stativ, einen Dreibeinstuhl und einen Tarnumhang im Gepäck. In jüngster Zeit benutzt er auch eine Drohne, mit der ihm beeindruckende Landschaftsaufnahmen gelingen. So zum Beispiel am Großen Ahornboden im Karwendel, wo er die berühmte Herbstfärbung einfangen konnte.
Im Anschluss stellten viele Interessierte Fragen an den Fotografen
Im Anschluss an den Vortrag stellten viele Gäste Fragen. Gastgeber Josef Wetzstein zeigte sich begeistert. Er hofft auf weitere Vorträge mit Fotos von Horst Jetter, der schon einige Länder bereist und von überall beeindruckende Aufnahmen mitgebracht hat. Er meinte aber auch: „Wir müssen gar nicht weit reisen, sondern haben alles in unserer schönen Heimat vor der Haustür – wenn man nur mit offenen Augen in die Natur geht“. Das Publikum dankte mit lang anhaltendem Applaus für den inspirierenden Vortrag.
Zur Person Horst Jetter
Horst Jetter ist begeisterter Naturfotograf; die Erhaltung und der Schutz der Natur liegen ihm besonders am Herzen. Seit seinem Ruhestand im Jahr 2007 beschäftigt sich der ehemalige Unternehmer intensiv mit dem Thema „Wildlife“ und ist die meiste Zeit mit seiner Kameraausrüstung unterwegs. Er ist unter anderem Mitglied bei der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen (GDT), bei der Foto Community Augsburg und im Naturwissenschaftlichen Verein Schwaben.
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