Das Sommerkonzert ist ein fester Termin im Kalender der Schule. Dass auch in diesem Jahr die Big Band auftreten kann, ist einer Kooperation zu verdanken.
Von Jutta Kaiser-Wiatrek|05.07.23 - aktualisiert:
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Sommerkonzert am Gymnasium
Im Rahmen einer Patenschaft zwischen Gymnasium und Sing- und Musikschule hatte der Leiter der Musikschule, Achim Binanzer, für ein Jahr die Leitung der Big Band übernommen, die ein höchst mitreißendes Finale bot.Foto: Jutta Kaiser-wiatrek
Traditionell lud das Justus-von-Liebig Gymnasium in Neusäß einen Abend vor der Abifeier wieder zu seinem Sommerkonzert. Mit dem bekannten Volkslied „Kein schöner Land in dieser Zeit“ eröffneten die Chorklassen einen wunderbaren, musikalischen Abend mit allen Ensembles des Gymnasiums. Ein höchst erbaulicher Beginn des Konzerts, das laut Programmzettel einen abwechslungsreichen Gang durch die verschiedenen Musiksparten verhieß.
Nach weiteren Darbietungen der Chorklassen boten das Kammerorchester und die Oberstimmen des großen Chors, die zusammen musizierten, ein besonderes Erlebnis. Sie boten aus dem Film „Die Kinder des Monsieur Mathieu“, einer melancholischen Geschichte, drei Lieder. Sie boten damit nicht nur einen besonderen Ohrenschmaus durch ihren Gesang, sondern auch durch eine erfreulich gute Aussprache der französischen Sprache. Musik und die melodische, französische Sprache verschmolzen zu einem absoluten Hörgenuss. Bravorufe waren der Lohn.
Sommerkonzert im Gymnasium
Ein besonderes musikalisches Erlebnis boten das Kammerorchester und die Oberstimmen des großen Chors unter Leitung von Stefan Kellermann und Veronika Wersin.Foto: Jutta Kaiser-wiatrek
Klassik vom Feinsten bot das Kammerorchester unter Leitung von Stefan Kellermann. Es begann mit dem Prélude aus dem Te Deum in D-Dur, dem bekanntesten Werk des französischen Komponisten Marc-Antoine Charpentier, das den meisten Zuhörerinnen und Zuhörern im Saal als Melodie der Eurovision bekannt war. Mit dem Konzert für Violoncello und Streicher in C-Dur sowie dem Konzert für Violine und Streicher in G-Dur verabschiedete sich das Kammerorchester. Riesenbeifall gab es nicht nur für dessen Darbietung, sondern auch für das grandiose Solospiel am Violoncello von Giulia Christen und Patrick Rehm an der Violine.
Vom Jazzstandard bis zu einem Bruch im Programm
Jazzstandard mit „Blue Moon“ von Richard Rogers intonierte anschließend das Vokalensemble. An dieser Stelle bedankte sich Musiklehrerin Veronika Wersin nicht nur bei zwei treuen Sängerinnen, die nun das Gymnasium verlassen mit Blümchen, sondern auch bei ihrem Ehemann Michael Wersin, der zusammen mit Laura Huslik das Konzertprogramm am Klavier begleitete. Dass der große Chor aber auch anders kann als gefällige Lieder zu singen, zeigte er anschließend mit etwas düsteren Stücken. Ein Bruch, der so gewollt ist, erläuterte Veronika Wersin.
Sommerkonzert am Gymnasium
Riesenbeifall für das Kammerorchester mit Solist Patrick Rehm an der Violine.Foto: Jutta Kaiser-wiatrek
Besonders gewartet hatte das Publikum auf die Big Band des Neusässer Gymnasiums „The Lazy Tones“. Dass dieses Vergnügen möglich war, dafür zeichnete Achim Binanzer, der Leiter der Sing- und Musikschule Neusäß verantwortlich. Er hat das Lehrpersonal der Fachschaft Musik im Rahmen einer Patenschaft zwischen dem „Justus“ und der Sing- und Musikschule Neusäß ein Jahr lang ergänzt und die Big Band übernommen. Dafür dankten nicht nur die Musikerinnen und Musiker der Big Band, sondern auch Schulleiter Stefan Düll.
Smoke on the water – was für ein Finale
Engagiert und höchst mitreißend leitete Binanzer die Big Band, die unter anderem mit einem Titel von Deep Purple und nicht zuletzt den Solisten Aurel Tömösy-Moussong, Alt-Sax und Nathanael Gottfried, E-Gitarre, den Saal zum Kochen brachte. „Smoke On The Water“, was für ein Sound, was für ein Finale – unglaublich“, zeigte sich schließlich der Schulleiter höchst begeistert über ein Konzert mit einer unglaublichen Bandbreite der Ensembles.