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Neusäß: Neue Idee für die Unterführung vor dem Neusässer Schulzentrum

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Neue Idee für die Unterführung vor dem Neusässer Schulzentrum

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    Eigentlich ganz praktisch: Der neue Treppenabgang vom Gleis des Neusässer Bahnhofs auf die Remboldstraße. Allerdings muss dort die Situation in der Unterführung angepasst werden.
    Eigentlich ganz praktisch: Der neue Treppenabgang vom Gleis des Neusässer Bahnhofs auf die Remboldstraße. Allerdings muss dort die Situation in der Unterführung angepasst werden. Foto: Marcus Merk

    Immer wieder hatte der Planungs- und Umweltausschuss in den vergangenen Wochen über diese Stelle im Stadtverkehr von Neusäß gesprochen: die Unterführung an der Landrat-Dr.-Frey-Straße in der Nähe des Schulzentrums. Hintergrund war eigentlich eine Fehlplanung. Die Bahn hatte einen Treppenzugang von Gleis 1 hinab zur Remboldstraße angelegt, obwohl das so gar nicht gedacht war. Weil die Treppe aber ganz praktisch ist für den Zugang zum Schulzentrum, soll sie bleiben. Doch geeignet sind Rembold- und Landrat-Dr.-Frey-Straße dort kaum für den Zustrom vieler Fußgänger. Was also tun?

    Klar ist: Eine Sperrung der Unterführung an dieser Stelle wird es mit der CSU-Fraktion nicht geben, das hat auf der jüngsten Sitzung des Ausschusses Markus Bühne für die Fraktion deutlich gemacht. Diese Lösung hatte im Sommer ein Gutachter in Bezug auf die Verkehrssicherheit vorgeschlagen. Zwar hat auch die CSU einen sicheren Schulweg für Kinder und Jugendliche im Blick. Aber bei der geringen Anzahl von Unterführungen der Bahnlinie im Ort käme das nicht infrage, hatte vor allem Zweiter Bürgermeister Wilhelm Kugelmann immer wieder betont.

    Nun soll der Abschnitt zur Fahrradstraße werden

    Nun machte Bühne einen komplett neuen Vorschlag: Der Abschnitt der Landrat-Dr.-Frey-Straße und der Remboldstraße vor und nach der Unterführung könnte zur Fahrradstraße werden. Zusatzschilder könnten dabei deutlich machen, dass die Straße dennoch für den Autoverkehr geöffnet bleibt. In solch einer Fahrradstraße dürfen dann zwar alle Verkehrsteilnehmer weiterhin fahren. Die Fahrradfahrerinnen haben aber Vorrang vor dem motorisierten Verkehr. Das bedeutet, dass sie auch nebeneinander fahren dürfen. Autos oder Motorräder müssen sich dann dem langsameren Verkehr anpassen.

    Erst vor wenigen Monaten war in der Nachbarkommune Diedorf eine Fahrradstraße mit solchen Zusatzschildern für den motorisierten Verkehr ausgewiesen worden. Es geht um die Dammstraße vor dem Schmuttertal-Gymnasium. Nach anfänglichen Protesten von Anwohnern hat sich dort die neue Regelung inzwischen eingespielt. Hürde für die Ausweisung einer Fahrradstraße ist, dass auf der Strecke der Fahrradverkehr eine große Rolle spielt. Genau das hatte das Gutachten von Verkehrsplaner Reiner Neumann im Sommer aber ergeben. Erst vor Kurzem war zudem aus dem Landratsamt der Vorschlag gekommen, in direkter Nähe zu der Unterführung eine Fahrradstraße zu gestalten, nämlich in der Alpenstraße. Damit war der Ausschuss damals jedoch nicht einverstanden.

    Vorteil: Die Geschwindigkeit in der Fahrradstraße ist reduziert

    Der Vorteil aus der Sicht Bühnes und der CSU-Fraktion nun: "Die Geschwindigkeit wäre damit außerdem auf 30 Stundenkilometer reduziert. Ich würde das stark favorisieren." Ein Vorschlag, der den anderen Fraktionen zum Großteil gefiel. Einig waren sie sich zudem zumeist, dass der Gehweg nun auf der westlichen Straßenseite durchgängig angelegt werden soll, um gefahrlos zur Bahnsteigtreppe zu gelangen.

    Am Anfang und Ende der Strecke könnten Querungshilfen für Fußgänger mit kleinen Verkehrsinseln die Fahrradstraße auch baulich hervorheben, so Bürgermeister Greiner. Am Ende des Umbaus soll ein Audit bestätigen, dass der Abschnitt nun auch tatsächlich verkehrssicher sei, so Bühnes Vorschlag.

    Die Landrat-Dr.-Frey-Straße soll autofrei werden - dafür hatten sich Demonstranten Anfang des Schuljahres eingesetzt.
    Die Landrat-Dr.-Frey-Straße soll autofrei werden - dafür hatten sich Demonstranten Anfang des Schuljahres eingesetzt. Foto: Marcus Merk

    Die Mehrheit im Ausschuss schloss sich dem an. Allein ein Teil der Grünen und die SPD-Fraktion war dagegen. Ralph Glaß begründete: "Unser Gefühl ist, dass wir die Unterführung nicht offen lassen." Das war übrigens auch das Ziel von Aktivisten, die zu Beginn des Schuljahres für eine Stunde die Unterführung durch eine Demo gesperrt hatten. Sie setzten sich damit dafür ein, die Verkehrswende hin zu besseren Bedingungen für den Fahrradverkehr voranzutreiben.

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