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Neusäß: Neusäß plant neuen Kindergarten beim Schulzentrum

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Neusäß plant neuen Kindergarten beim Schulzentrum

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    In der Nähe des Schulzentrums in Neusäß soll ein Kindergarten entstehen. Dafür muss allerdings der Bolzplatz verlegt werden.
    In der Nähe des Schulzentrums in Neusäß soll ein Kindergarten entstehen. Dafür muss allerdings der Bolzplatz verlegt werden. Foto: Marcus Merk (Archivbild)

    An dieser Zahl gibt es nichts zu deuten: Ab September werden in Neusäß rund 130 Plätze im Krippen- und Kindergartenbereich fehlen. Nun will die Stadt schnell handeln und eine neue Kita mit fünf oder sechs Gruppen bauen, wahrscheinlich in Modulbauweise. Und dafür hat sie auch schon einen Platz gefunden: auf dem Bolzplatz im nördlichen Teil der Landrat-Dr.-Frey-Straße. Mit der Änderung des Flächennutzungsplans soll nun der erste Schritt getan werden. Doch es geht noch um weitere Veränderungen.

    Die Betroffenheit war groß, als vor wenigen Wochen Amtsleiter Martin Barth im zuständigen Ausschuss das Ergebnis der Anmeldungen für das nächste Kindergartenjahr ab September 2022 präsentiert hatte: Gut 50 Krippen- und knapp 100 Kindergartenkinder waren zu diesem Zeitpunkt noch ohne Betreuungsplatz. Das läge weniger an einer unzureichenden Planung der Stadt, erläuterte er damals, sondern vielmehr am gestiegenen Betreuungsbedarf einerseits und den beständigen Zuzügen in die Stadt andererseits. Schon damals war klar: Eine weitere Kita muss her.

    In der Nähe der neuen Kita in Neusäß könnten Wohnungen entstehen

    Und die soll nun auf dem Bolzplatz an der Landrat-Dr.-Frey-Straße entstehen. Ob es Krippen- oder Kindergartengruppen sein werden, steht noch nicht fest, so Bürgermeister Richard Greiner. Der Planungs- und Umweltausschuss hat nun den ersten Schritt auf diesem Weg frei gemacht mit einer Zustimmung zur Änderung des Flächennutzungsplans. Der Platz sei aus einem weiteren Grund ideal, findet Stadtbaumeister Dietmar Krenz. Er erinnerte an die Planungen des Kreisbaumeisters Frank Schwindling für das neue Haus für Bildung ebenfalls im Norden des Schulzentrums. Schwindling habe auf den restlichen Flächen bis zur Entlastungsstraße Geschosswohnungsbau vorgeschlagen. Und junge Familien bräuchten ohnehin Kita.-Plätze.

    Es gab in diesem Zusammenhang noch eine weitere Änderung. Sogleich wurde eine Fläche für einen neuen Bolzplatz ausgewiesen, der sogar zu einem multifunktionalen Gelände auch für Trendsportarten werden könnte: Der neue Bolzplatz kommt einfach auf die andere Seite der Entlastungsstraße an den Sedlweg, bequem durch eine Fußgängerunterführung von Alt-Neusäß aus zu erreichen. "Für die Jugendlichen aus Täfertingen ist der neue Standort sogar ein Vorteil", findet Stadtbaumeister Dietmar Krenz.

    Wohnungen über dem Kindergarten in Neusäß?

    Möglicherweise könnte hier auch die Pump-Track-Anlage integriert werden, die die Fraktion der Freien Wähler vor Kurzem für die Oskar-von-Miller-Straße vorgeschlagen hatte, denn dort sei der Untergrund nicht geeignet, so der Bürgermeister. Als neue Idee schlug Zweiter Bürgermeister Wilhelm Kugelmann vor, doch einfach einmal auch anders zu denken: So könnten in einem Gebäude unten die Kita und darüber Wohnungen untergebracht werden. "Nachts und am Wochenende ist es dort auf jeden Fall ruhig", sagte er.

    In einer Skizze hat Kreisbaumeister Frank Schwindling dargestellt, wie sich der Bereich um das Schulzentrum entwickeln könnte. Unter anderem soll die Landrat-Dr.-Frey-Straße nach Norden verschoben werden. Außerdem könnten weitere Wohnungen entlang der Entlastungsstraße entstehen.
    In einer Skizze hat Kreisbaumeister Frank Schwindling dargestellt, wie sich der Bereich um das Schulzentrum entwickeln könnte. Unter anderem soll die Landrat-Dr.-Frey-Straße nach Norden verschoben werden. Außerdem könnten weitere Wohnungen entlang der Entlastungsstraße entstehen. Foto: Landratsamt Augsburg

    Die Stadt Neusäß will in wenigen Monaten auch an einem zweiten Kindergarten der Stadt tätig werden. Der städtische Kindergarten in Westheim, ein inzwischen 30 Jahre alter Rundbau, entspricht nicht mehr in allen Gegebenheiten den heutigen Anforderungen. "Das Personal möchte seit Langem einen eigenen Sozialraum", so der Marktbaumeister. Nun sollen dort eine neue Küche, der Sozialraum und auch ein eigener Speiseraum für die Kinder entstehen.

    Kostensteigerungen sind schon eingeplant

    Generell soll die Kita Stück für Stück, je nach Notwendigkeit, renoviert werden. Eine Generalsanierung ist nicht geplant. Die jetzt geplanten Erweiterungsarbeiten, die ab dem kommenden Frühjahr starten könnten, werden rund 411.000 Euro kosten. Eingerechnet sind darin schon Baupreissteigerungen von bis zu zehn Prozent, so Krenz.

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