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Senf-WM 2025: Langweider Chris Meyfarth wird neuer Weltmeister im Senfessen

Meitingen

150 Gramm Senf in wenigen Sekunden: Der neue Senf-Champion ist ein Langweider

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    Begeistert bejubelt Chris Meyfarth seinen Erfolg bei der Senf-WM in Waltershofen und lässt sich von der Menge feiern.
    Begeistert bejubelt Chris Meyfarth seinen Erfolg bei der Senf-WM in Waltershofen und lässt sich von der Menge feiern. Foto: Claus Braun

    „Auf die Plätze, fertig, Senf!“ Mit diesem Startzeichen eröffnet Moritz Dorfmüller aus dem „Organisenftor-Team“ ein jedes der vielen Duelle, die am vergangenen Samstag bei der Senf-WM im Rahmen des traditionellen Sommernachtsfests der TSG Waltershofen einige hundert Besucher in den Bann ziehen. Im kleinen Ortsteil des Marktes Meitingen fand nämlich die dritte Auflage der Senf-WM statt.

    Was im Jahr 2023 aus einer Schnapslaune heraus entstand, hat sich bei der neuerlichen Auflage zu einer packenden Veranstaltung entwickelt. Zwar waren nicht alle der 64 möglichen Startplätze besetzt, doch die Teilnehmenden, darunter auch eine gute Hand voll Frauen und je ein Teilnehmer aus Finnland und den USA, hatten allesamt ihren Spaß dabei. Obwohl der Rücken irgendwann im Laufe des Abends schmerzte, hatten auch Wally Braun und Monika Klügl ihren Spaß an der Veranstaltung. Beide waren im Backstage-Bereich tätig und hatten mit die wichtigste Aufgabe der Senf-WM zu bewältigen: Mit digitalen Küchenwaagen wurden aus Squeezerflaschen heraus wurden von ihnen die fünf Löffel mit je 30 Gramm feinsten mittelscharfen Senf des Hauptsponsors Born aus Erfurt beträufelt, die dann von den einzelnen Teilnehmenden verspeist werden mussten.

    Ohne „Zwei-Hand-Technik“ wird es schwierig

    Im Duell eins gegen eins standen sich unter anderem die Senf-Legende, der Natural-Born-Griller, der Senftaucher oder die Senfbiene hoch konzentriert gegenüber. Neben einem lustigen Namen hatten sich alle auch einen Musiktitel mitgebracht, der ganz dem Vorbild der jährlichen Darts-WM im Londoner Ally Pally beim Betreten der Bühne laut eingespielt wurde und somit für viel Stimmung sorgte. Bei den einzelnen Duellen wurde schnell deutlich, dass die Senf-WM mehr ist, als nur Senf schlucken: „Senfmaster“ Max Neuner erklärte, dass die entscheidende „Otto-Zwei-Hand-Technik“ schlafwandlerisch angewandt werden muss, ansonsten kommt man hier nicht sehr weit. Wichtig sei laut Neuner auch, dass es einem vor Senf nicht grauen dürfte, sondern, dass Senf göttlicher Genuss sei.

    Im „Senf-WM-Zelt“ der ehemaligen Waltershofener Kiesgrube erkannte nicht nur Moderator und Erfinder der Senf-WM Moritz Dorfmüller schnell, wer hier ernsthafte Ambitionen hatte, sich den begehrten, mit goldenen und ausgedrückten Senftuben bestückten WM-Gürtel zu sichern. Während Kurzentschlossene oder Ungeübte sich bereits in der Vorrunde mit einem mit Senf verschmierten Gesicht oder Händen und verkleckerten T-Shirt jäh verabschieden mussten, kamen die Favoriten in die K.-o.-Runde.

    Im Meitinger Ortsteil Waltershofen fand zum dritten Mal die Senf-WM statt.
    Im Meitinger Ortsteil Waltershofen fand zum dritten Mal die Senf-WM statt. Foto: Claus Braun

    Dort ging es hoch spannend und noch mehr hoch konzentriert zu! „Auf die Plätze, fertig, Senf“ gab Dorfmüller das Kommando und schon wurde die 150 Gramm schwere Ladung Senf meist gekonnt vertilgt. Der Erfolg wurde von den „Senfmastern“ dann auch gleich überprüft, denn der Mund und die Zunge mussten frei sein, nachdem die Teilnehmenden ihren Auftritt mit „Ich habe Senf fertig“ verkündeten.

    Das Finale der diesjährigen Senf-WM von links nach rechts: Chris Meyfarth, die beiden Senfmaster Moritz Dorfmüller und Max Neuner sowie Michael Markert.
    Das Finale der diesjährigen Senf-WM von links nach rechts: Chris Meyfarth, die beiden Senfmaster Moritz Dorfmüller und Max Neuner sowie Michael Markert. Foto: Claus Braun

    Neuer Weltmeister wurde Chris Meyfarth aus Langweid, der bei den zwei Vorgängerturnieren ebenfalls schon am Start war. Er kostete seine ganze Erfahrung aus und setzte sich im Finale knapp gegen den starken Michael Markert durch. Der neue Titelträger betonte umarmt von seinen Kindern, dass die Vorbereitungen gar nicht so hart waren, da er Senf einfach nur geil fände! Ursprünglich kam er vor drei Jahren nur zum Bratwurst-Essen zum traditionellen Sommernachtsfest nach Waltershofen, bekannte er. Neben dem schmucken WM-Gürtel durfte sich Meyfarth über Urkunde, einer Squeezerflasche Born-Senf auch über ein Preisgeld in Höhe von 300 Euro freuen.

    Chris Meyfarth wurde zu seinem Erfolg vom bisherigen Titelträger Johann „Jo“ Hammer (links) beglückwünscht. 
    Chris Meyfarth wurde zu seinem Erfolg vom bisherigen Titelträger Johann „Jo“ Hammer (links) beglückwünscht.  Foto: Claus Braun

    Der „Organisenftor“ kündigt eine Fortsetzung an

    Noch am Abend verkündete „Organisenftor“ Moritz Dorfmüller, dass es im kommenden Jahr eine neuerliche Auflage der Senf-WM geben werde. Dabei möchte man sich in Waltershofen auch weiter-entwickeln und vielleicht eine Meisterschaft neben „mittelscharf“ auch in „scharf“ und „süß“ oder vielleicht sogar einen Teamwettbewerb anbieten. Ganz sicher dabei sein werden wieder verschiedene Senf-Manufakturen aus ganz Deutschland, wo am Rande des WM-Spektakels „normale“ Senfliebhaber und Besucher kleinere Portionen probieren und dabei Bekanntschaft machen können mit Sanddornsenf, Feigensenf, Weihnachtssenf oder dem „scharfen Heinrich“.

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