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So will Bonstetten den Hochwasserschutz angehen

Bonstetten

Sturzflutmanagement in Bonstetten: So will die Gemeinde den Hochwasserschutz angehen

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    Der Gemeinderat Bonstetten beschäftigt sich mit dem Hochwasserschutz.
    Der Gemeinderat Bonstetten beschäftigt sich mit dem Hochwasserschutz. Foto: Marcus Merk (Symbolbild)

    Wie kann die Gemeinde sich und ihre Bürgerinnen und Bürger auf Hochwasserereignisse vorbereiten? Wie kann Schäden vorgebeugt werden? Zu diesem Thema hatte Bonstetten durch die Firma Spekter eine Risikostudie im Hinblick auf den Hochwasserschutz in Auftrag gegeben. Jetzt wurde das Ergebnis in einem Abschlussbericht von Florian Brodrecht im Gemeinderat vorgestellt.

    Bereits 2022 gab es laut Bürgermeister Anton Gleich erste Gespräche mit dem Wasserwirtschaftsamt, inwieweit die Gemeinde in dieses Management mit einer Förderung von 75 Prozent einsteigen könnte. Bei einer Förderung von 34.000 Euro verbleiben der Gemeinde noch 11.000 Euro an Kosten.

    In einer Bestandsanalyse wurde das gesamte Gemeindegebiet unter die Lupe genommen und eine Simulation von Starkregen durchgeführt. Die Bodentypen wurden in Betracht gezogen (Straßen, Waldgebiete). Anhand der Starkregen-Szenarienkarte war erkennbar, wo das Wasser ins Gemeindegebiet ein- und wo es wieder austreten kann. Erkennbar war auch, welche Gebäude betroffen sind. Ebenso konnte die Wassertiefe eingeschätzt werden.

    Bonstetten will Bevölkerung beim Hochwasserschutz einbeziehen

    Gemeinsam mit der Verwaltung und der Feuerwehr wurde abgeglichen, was aus der Vergangenheit bekannt ist. Diese Erkenntnisse wurden dazu verwendet, um Gefährdungsbereiche festzulegen. Aus diesen ergeben sich einige Handlungsfelder, die es zu betrachten gilt: Informationsvorsorge, Krisenmanagement, kommunale Flächenvorsorge und bauliche Schutzmaßnahmen mit dem Ziel, neue Risiken zu vermeiden. Als konkrete Beispiele nannte der Fachmann die Bahnhofstraße: Um einen Rückhalt zu schaffen, sind hier Abgrabungen oder Aufschüttungen zu empfehlen. Die Frage bleibt: Was ist technisch machbar? Am Lohberg, wo es Einlaufrinnen gibt, im Zulaufbereich (also auf der landwirtschaftlichen Fläche) könnten Rückhaltekaskaden geschaffen werden, am Reuteweg könnten Abflussbremsen (Steinschüttungen) das Wasser aufhalten. Einzelne Maßnahmen wurden im Detail nicht vorgestellt.

    Wie geht es weiter? Es gehe darum, festzulegen, was notwendig ist und welche Maßnahmen Priorität haben. Im Gremium war man sich einig, dass ein Konzept ohne die Mitwirkung der Bevölkerung nicht funktionieren kann. Daher ist eine Infoveranstaltung im Frühjahr mit Einbindung der „Schwammregion Holzwinkel-Altenmünster“ und dem Büro Spekter vorgesehen, so der Bürgermeister. 

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