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Bezirksliga Nord: Eine Saison der Qualifikation

Bezirksliga Nord

Eine Saison der Qualifikation

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    Johann Wagner
    Johann Wagner

    Neusäß Die Saison 2011/12 in der Fußball-Bezirksliga Nord wird keine Saison wie jede andere. Das war auch den Vereinsvertretern bei der Spielgruppentagung der Bezirksliga Nord im Sportheim des TSV Neusäß schnell klar. Die Abschaffung einer Liga auf DFL/DFB-Ebene schlägt bis in die Bezirke durch. Unterhalb der neuen Regionalligen gibt es künftig zwei Bayernligen (Nord und Süd) und fünf Landesligen. Im Bezirk Schwaben zwei Bezirksligen und sechs Kreisligen. Die Bezirksoberliga wird aufgelöst. „Der Schnitt passiert in der Bezirksliga, weil sechs Vereine nach unten in die Kreisliga gehen“, so Bezirksspielleiter Johann Wagner.

    Die Saison 2011/12 steht also ganz im Zeichen der Qualifikation und verspricht eine ganz spannende zu werden. Herausragendstes Merkmal: Der Meister wird nicht direkt aufsteigen. Und trotzdem könnte er der größte Gewinner der Spielklassenreform werden, denn in einer Qualifikation könnte er gleich direkt in die neue Landesliga aufsteigen, sozusagen eine Klasse überspringen. Die Plätze zwei bis sieben qualifizieren sich direkt für die neue Bezirksliga, dazu kommen die Plätze 11 bis 16 aus der Bezirksoberliga, die Meister aus den Kreisligen und die, die in der Qualifikation bestehen beziehungsweise auf der Strecke blieben. Da nach dieser Addition 33 Vereine zusammenkommen, wird die Bezirksliga Nord 2012/13 mit 17 Vereinen spielen.

    Um genügend Zeit für die langwierige Relegation im Europapokalmodus (Hin- und Rückspiel, auswärts erzielte Tore zählen doppelt) zu haben, die auch für die zweigleisige Bezirksliga gespielt wird (siehe Infokasten), endet die am 30./31. Juli beginnende Spielrunde bereits am 19. Mai 2012.

    Kein „Niemandsland“ mehr

    Neu ist auch, dass es in dieser Spielzeit im Kampf um die Tabellenplätze bei Punktgleichheit keine Entscheidungsspiele geben wird. Zuerst zählt der direkte Vergleich, dann das Torverhältnis und schließlich die mehr erzielten Treffer. Den Begriff „Niemandsland der Tabelle“ können die Kicker auf Bezirksebene in der kommenden Runde aus ihrem Wortschatz streichen.

    „Die Bezirksliga Nord macht die wenigsten Probleme“, konstatierte Johann Wagner, „es sei denn, drei Vereine sind punktgleich, wie das mit Ettenbeuren, Jettingen und Obendorf der Fall war.“ Obwohl es nur 25 Rote Karten gab, „sei jede Rote eine zu viel“, stellte Bezirksschiedsrichterobmann Jürgen Roth fest, der die Vereine aufforderte, Kritik am Schiedsrichter nicht in der Presse, sondern direkt bei ihm zu üben. Helmut Schmid vom Bezirkssportgericht wies die Vereine umfangreich auf ihre Sorgfaltspflicht bei Vereinswechseln hin. „Der aufnehmende Verein steht im Zweifelsfall in der Pflicht, die Angaben des abgebenden zu prüfen“, verwies er auf den Fall ASV Hiltenfingen, dem 15 Punkte abgezogen wurden.

    Ärger um Eröffnungsspiel

    Das Eröffnungsspiel der Bezirksliga Nord bestreiten am Freitag, 29. Juli, Absteiger SC Bubesheim und Aufsteiger SC Ichenhausen. Um diese Partie hatte es im Vorfeld viel Ärger gegeben, denn auch die SpVgg Wiesenbach, der TSV Wemding und der TSV Burgau hatten sich dafür beworben. In deutlichen Worten stellte Johann Wagner den Sachverhalt klar: „Karl Dirr (Abteilungsleiter SC Bubesheim/Anm. d. Redaktion) ist ein persönlicher Freund von mir, er wird deshalb aber sportlich keine Vorteile gegenüber Anderen erhalten.“ (oli)

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