Basketball

11.12.2013

Goschenhofer wirft das Handtuch

Akku leer, Energiereserven aufgebraucht. Trainer Stefan Goschenhofer hat beim Zweitligisten BG Leitershofen/Stadtbergen nach der Derbyniederlage gegen Nördlingen das Handtuch geworfen.
Bild: Marcus Merk

Überraschender Trainerwechsel beim Zweitbundesligisten BG Leitershofen/Stadtbergen nach der Heimniederlage im Schwabenderby

Stadtbergen Überraschender Trainerwechsel bei den Zweitligabasketballern der BG Topstar Leitershofen/Stadtbergen. Cheftrainer Stefan Goschenhofer legte nach der Niederlage im schwäbischen Derby gegen die Giants TSV Nördlingen sein Amt nieder. Der Nachfolger steht bereits fest. Der bisherige Co-Trainer Adnan Badnjevic wird ab sofort die Verantwortung für das PRO B-Team übernehmen.

Der Akku ist leer, die Energiereserven aufgebraucht

„Mein Akku ist leer, die Energiereserven sind vollkommen aufgebraucht. Bereits nach der Partie in Speyer habe ich das Gefühl gehabt, dass ich das Team nicht mehr erreiche und dieser Eindruck hat sich dann am Samstag gegen Nördlingen noch einmal verstärkt“, begründet Goschenhofer seinen Rücktritt. „Die letzten drei Jahre waren auf diesem hohen sportlichen Niveau extrem kräftezehrend, es geht einfach nicht mehr!“, sagt das Leitershofer Urgestein, das seit vielen Jahren auch in der Vorstandschaft der Kangaroos aktiv ist. „Es ist wirklich eine Sache, die nur mich selbst betrifft. Unsere diesjährige Mannschaft besteht aus lauter guten Typen. Ich bleibe aber dem Verein erhalten, das ist keine Frage.“

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Für seine Kollegen in der Abteilungsführung der Leitershofer kam der Schritt weitestgehend überraschend. Andres Santiago, Abteilungsleiter des TSV Leitershofen: „Natürlich ist die Stimmung bei allen Beteiligten besser, wenn man mehr Spiele gewinnt. Aber das Trainerthema hat sich bei uns nie gestellt. Stefan war und ist eine Institution im Verein. Er hat sich in den letzten Jahren Tag und Nacht extrem unter wirklich schwierigen Bedingungen für die Mannschaft aufgearbeitet. Kein externer Trainer wäre angesichts der gegebenen Trainingsbedingungen wahrscheinlich länger als zwei Monate bei uns geblieben.“ Die Vorstandschaft hat noch den ganzen Sonntag über versucht, Goschenhofer umzustimmen. „Aber es war vergebens“, so Santiago. „Das einzig Erfreuliche an der Situation ist, dass Goschi weiter aktiv im Verein mitmachen wird. Denn die BG kann auf seine Basketballkompetenz sicher nicht verzichten.“ Hans Kiesling, sein Kollege von der TSG Stadtbergen, ergänzt: „Mitunter wird unterschätzt, welch hohen Aufwand ein Trainer in der PRO B zu bewältigen hat. Nicht von ungefähr gibt es nur zwei bis drei Vereine in der Liga, welche diese Position nicht hauptberuflich besetzen“.

Gemäß den Prinzipien der Kangaroos kommt der neue Trainer auch aus den eigenen Reihen. Nachdem klar war, dass Goschenhofers Entscheidung unumstößlich ist, wurde die Nachfolge sehr rasch geklärt. „Wir waren uns innerhalb der Abteilungsleitung binnen weniger Minuten einig, dass wir für den Job Ado Badnjevic wollen. Er kennt die Strukturen im Verein, wird keine Ansprüche stellen, die wir bezüglich der Infrastruktur und des finanziellen Rahmens nicht erfüllen können, und ist daher überaus loyal gegenüber unserem Konzept. Als Co-Trainer und Verantwortlicher der zweiten Mannschaft hat er sehr gute Arbeit geleistet. Es ehrt ihn, dass er in dieser schwierigen Situation nicht gezögert hat, die Verantwortung zu übernehmen. Ebenso wie Stefan wird er die volle Rückendeckung des Vereins bekommen und sicherlich alles versuchen, den Klassenerhalt doch noch zu erreichen“, so Kangaroo Geschäftsführer Johannes Dolpp.

Weiter im Trainerteam bleibt auch Sebastian Montag als Individualtrainer. Die Nachfolge von Badnjevic in der Regionalligamannschaft soll im Laufe der Woche geklärt werden. Bei der letzten Partie der Young Kangaroos am Sonntag gegen Landsberg wird Badnjevic dann nochmals auf der Bank sitzen. (asan)

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