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Leichtathletik

18.02.2020

Weicher Boden, hartes Rennen

Ob da jemand schon aus den Latschen gekippt ist? Sicher ist jedenfalls, dass beim Crosslauf in Buttenwiesen kein Schuh sauber blieb.
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Ob da jemand schon aus den Latschen gekippt ist? Sicher ist jedenfalls, dass beim Crosslauf in Buttenwiesen kein Schuh sauber blieb.

Bei der bayerischen Crosslauf-Meisterschaft macht die LG Zusam als Ausrichter das halbe Dutzend voll. Sportlich läuft es für die Gastgeber aber nicht ganz so rund

Bereits zum sechsten Mal fanden die bayerischen Crosslaufmeisterschaften im Unteren Zusamtal statt. Mit rund 500 Teilnehmern und ebenso vielen Zuschauern machte die ausrichtende LG Zusam am Sonntag deutlich, dass der Zusammenschluss aus den Abteilungen von TSV Lauterbach und TSV Wertingen bedeutende Großveranstaltungen stemmen kann. Meisterhaft fielen auch die Leistungen der Frauen und Männer im Alter von zwölf bis 84 Jahren aus, die bei fast idealem Laufwetter auf dem rund einen Kilometer langen Rundkurs einen crosstypischen Laufuntergrund mit weichen wie matschigen Verhältnissen vorfanden.

Dass darauf ausgerechnet der mit großen Hoffnungen gestartete Lokalmatador strauchelte, bedauerten zahlreiche der Zaungäste an dem gut einsehbaren Parcours an der Straße zwischen Buttenwiesen und Lauterbach sehr. Doch die LG Zusam und ihr Cheforganisator Werner Friedel wissen, was sie an ihrem Ausnahmeläufer Tobias Gröbl haben, der bislang deutsche wie Landestitel wie andere Briefmarken sammelt. Umso packender geriet auf der Männer-Langstrecke über knapp neun Kilometer der siegreiche Einsatz von Tobias Schreindl (LG Passau). Der deutsche Marathonmeister hatte sich bereits vor 13 Jahren an gleicher Stelle auf schwäbischem Boden den Bayern-Titel geholt. Sein lakonischer Kommentar nach acht Runden auf dem leicht ansteigenden Feld hinter der Riedblickhalle: „Der Boden war weich, das Rennen hart.“

Im Gegensatz zu Gröbl gelangte Vereinskollegin Christina Kratzer zwar ans Ziel, musste sich aber bei dem spannenden Rennen der Juniorinnen U23 und Frauen mit einem Platz im Mittelfeld zufriedengeben. „Ich bin leider immer wieder eingesumpft“, erklärte sich die sonst sehr schnelle Frau über Kurz- wie Langdistanzen ihren 16. Rang am Heuberg.

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Das Gelände wurde von der Feuerwehr Lauterbach gesichert. Weitere Dutzende Ehrenamtliche verhalfen dem Laufevent zu seinen Gelingen, was Bezirkstagspräsident Martin Sailer bei der Siegerehrung ausdrücklich lobte. Dabei zeigte sich Schirmherr Hans Kaltner erfreut, dass wegen des meist trockenen Wetters sein Amt nicht allzu wörtlich genommen werden musste. Buttenwiesens Bürgermeister gehörte zu den beeindruckten Zuschauern der Veranstaltung mit prächtigem Blick aufs Donauried.

Den konnten die Laufcracks – unter ihnen ein knappes Dutzend Starter und Starterinnen der LG Zusam – zwischendurch kurz mal genießen, auch wenn der launige Moderator Marc Sauter höchst unterhaltsam die Rolle als tempomachender Einpeitscher übernahm. „Nicht nach hinten schauen, sondern nach vorn – und Gas geben“, lautete sein wiederkehrendes Credo am Mikrofon.

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