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Aystetten sieht im Kellerduell.

Fußball

Aystetten: Drei Punkte und die nächste Rote Karte

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    Sebastian Kempf vom SV Cosmos Aystetten (rechts) sah im Kellerduell beim FC Memmingen II die sechste Rote Karte in dieser Saison.
    Sebastian Kempf vom SV Cosmos Aystetten (rechts) sah im Kellerduell beim FC Memmingen II die sechste Rote Karte in dieser Saison. Foto: Oliver Reiser

    Aufatmen in Aystetten. Der SV Cosmos Aystetten hat das Kellerduell der Fußball-Landesliga Südwest beim FC Memmingen II mit 3:0 gewonnen und damit ein Sechs-Punkte-Polster zum ersten Direktabstiegsplatz geschaffen. Bitterer Beigeschmack: Wieder gab es eine Rote Karte gegen den SV Cosmos Aystetten. Doch dieses Mal war sie nicht nur unglücklich, sondern auch unberechtigt. Aber der Reihe nach.

    Makowski sorgt mit Doppelschlag für 2:0-Führung

    Die erste halbe Stunde gehörte den Gästen aus Aystetten. Außer einem Kopfball von Kapitän Flemming Schug, den Daniel Mrozek sicher hielt (12.), kam nichts von der Heimelf. Der Torwartwechsel Mrozek gegen den in den letzten Spielen unglücklich agierenden Frank war die einzige Änderung, die Trainer Thomas Hanselka vornahm. Die Mannschaft nahm das Zeichen an und erspielte sich eine Vielzahl an Chancen. In der 17. Minute hatten die Cosmonauten eine dreifache Großchance im Strafraum durch Kempf, Makowski und Hanrieder. Drei Minuten später scheiterte erneut Kevin Makowski nach gutem Zuspiel von Hanrieder. Die Führung war dann eine schöne Leistung von Sebastian Kempf, der rechts übers halbe Feld bis zur Grundlinie lief und Kevin Makowski mustergültig bediente. Jetzt wehrte sich Memmingen etwas mehr und Daniel Mrozek hatte Mühe, einen Schuss von Semih Nergiz wegzuboxen (38.). Eine Minute später setzte Flemming Schug einen Freistoß knapp drüber. Das 2:0 war dann ein Tempogegenstoß über Maximilian Heckel, den Kevin Makowski abschloss (41.).

    Zu Beginn der zweiten Halbzeit kamen die Hausherren besser ins Spiel und bedrängten die Gäste etwas mehr. Schon nach wenigen Sekunden hatte Moritz Henkel eine Riesengelegenheit, doch sein Schuss wurde gerade noch abgefälscht. In der 53. Minute schoss der eingewechselte Fabian Kroh nach einem Fehler von Raphael Marksteiner aus fünf Metern drüber. Das Spiel plätscherte jetzt etwas dahin. Bis zur 72. Minute. Da wurde ein Freistoß in Höhe der Mittelline schnell ausgeführt, ein langer Ball erreichte Hazem Ibrahim, der sich durchsetzte und das 3:0 erzielte.

    Zeitstrafe nach einem Allerweltsfoul

    Jetzt, als das Spiel entschieden war, überschlugen sich die Ereignisse. Der junge Schiedsrichter Michael Hagl erteilte den Gästen für jedes Foul eine Gelbe Karte und machte ein harmloses Spiel dadurch brenzlig. In der 74 Minute gab er ganz hektisch Sebastian Kempf nach dessen erstem Foul - noch dazu ein Allerweltsfoul an der Mittelline - eine Zeitstrafe und lief dabei energisch auf den Spieler zu. Als Kempf darauf erwiderte „Bist Du jetzt ganz verrückt?“ bekam er die Rote Karte. Nachdem Spiel sagte der Unparteiische allerdings, der Spieler sei energisch auf ihn zu gegangen und habe ihn beleidigt.

    Memmingen versuchte jetzt die Unterzahl zu nutzen, doch außer einem Freistoß ans Außennetz und einigen Schüssen, die entweder vorbei gingen oder Beute von Daniel Mrozek wurden, kam nichts dabei heraus. Ein verdienter Sieg und endlich zu Null war die Meinung aller mitgereisten Fans. Allerdings teuer erkauft durch die Rote Karte. Die ärgerte Trainer Thomas Hanselka vor allem, weil Sebastian Kempf ein sehr gutes Spiel gemacht hat und am Mittwoch beim nächsten Kellerduell in Ehekirchen fehlen wird. (mb)

    mb

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