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Aystetten verliert in Schwabmünchen 0:5

Fußball-Landesliga

Aystetten geht in Unterzahl am Schluss unter

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    Lange Zeit wehrten sich Maximilian Heckel, Raphael Marksteiner und Torhüter Arthur Mayer vom SV Cosmos Aystetten selbst in Unterzahl erfolgreich gegen Spitzenreiter TSV Schwabmünchen.
    Lange Zeit wehrten sich Maximilian Heckel, Raphael Marksteiner und Torhüter Arthur Mayer vom SV Cosmos Aystetten selbst in Unterzahl erfolgreich gegen Spitzenreiter TSV Schwabmünchen. Foto: Oliver Reiser

    Schwabmünchen ist kein gutes Pflaster für den SV Cosmos Aystetten. Bereits im vergangenen Jahr ging die Truppe aus den westlichen Wäldern an der Singold mit 0:5 baden. Mit demselben Ergebnis endete das Landesliga-Landkreisderby auch dieses Mal. Doch die Gäste ärgerten den nach wie vor ungeschlagenen Spitzenreiter trotz einer frühen Ampelkarte ganz gewaltig und gingen erst in den Schlussminuten in Unterzahl unter. Bis zum 0:3 in der 82. Minute konnte der nach wie vor ungeschlagene TSV Schwabmünchen seine dominierende Stellung in der Liga nicht wirklich unter Beweis stellen.

    Gelb-Rote Karte sorgt für Diskussionen

    Freilich, der Tabellenführer war optisch klar überlegen, und ging bereits nach zehn Minuten durch Matteo di Maggio, der eine Flanke von Maximilian Aschner nur noch über die Linie schieben musste, in Führung. Sicherheit verlieh dieser Treffer den Hausherren jedoch nicht, obwohl sich Maik Uhde mit einem spektakulären Fallrückzieher versuchte. Der Ball wurde jedoch eine sichere Beute für Aystettens Keeper Arthur Mayer. Die Cosmonauten setzten durch Kevin Makowski und Daniel Kempf durchaus Nadelstiche. Ganz bitter für die Gäste schien es nach einer guten halben Stunde zu werden, als Marcel Burda mit der Ampelkarte vom Platz flog. Die erste Gelbe Karte hatte er gesehen, als er sich am Spielfeldrand Wasser über den Kopf schüttete und laut Schiedsrichter Sebastian Busch (TSV Ebersberg) den Platz zur Behandlung verlassen hatte. „Ich war nie und nimmer außerhalb des Spielfelds“, schwor Burda Stein und Bein. „Der Linienrichter wollte das sogar dem Schiedsrichter mitteilen, doch der Sprechfunk hat nicht funktioniert.“ Zwei Minuten später pfiff der Unparteiische nach einem Foul von David Schwab an Maik Uhde einen Strafstoß. TSV-Kapitän Tim Uhde scheiterte mit dem schwach geschossenen Elfmeter an Arthur Mayer, der erstmals in dieser Saison für den beruflichen abwesenden Niklas Frank zwischen den Pfosten stand (36.).

    Die nummerische Überlegenheit und der verschossene Elfmeter schien den TSV Schwabmünchen komplett verwirrt und aus dem Rhythmus gebracht zu haben. Trainer Emanuel Baum wirkte beim Gang in die Halbzeitpause nicht wirklich zufrieden und muss den Seinen gründlich den Kopf gewaschen haben. Denn der TSV kam furios aus der Kabine, sorgte für den eine oder andere Tohuwabohu im Aystetter Strafraum. Das 2:0 fiel aber eher zufällig. Aystetten hatte sich mit einem Rückpass selbst in Bedrängnis gebracht, Mayer konnte den ersten Schuss von Maik Uhde noch parieren, den Nachschuss brachte Philipp Boyer im Tor unter (55.). Herausgespielt sieht anders aus.

    Erst in der Schlussphase wird es deutlich

    Dennoch bekam der Tabellenführer nun immer mehr die Oberhand, scheiterte aber immer wieder an Torhüter Mayer oder am überragenden Raphael Marksteiner, der für den nach dem Spiel gegen Sätzling (1:1) überraschend noch nachträglich gesperrten Kapitän Fabian Krug in der Innenverteidigung agierte. Immer wieder brachte der baumlange Schlacks ein Bein dazwischen, rettete auf der Linie (70.) und hatte in der 73. Minute sogar die einzige Torchance der Aystetter im zweiten Durchgang. Als Mayer dann auch einen Schuss von Maik Uhde aus dem Kreuzeck fischte, forderte der Stadionsprecher „Stimmung“ von den heimischen Anhängern unter den 213 Zuschauern, denn die waren wohl in Schockstarre, angesichts der immensen Mühe, die ihre Mannschaft mit den ekeligen Gästen hatten. Erst in der 80. Minute löste sich die Schwabmünchner Blockade, als der eingewechselte Muhammed Emirzeoglu die Kugel vom Strafraumeck humorlos zum 3:0 ins kurze Eck wuchtete. Bei den nummerischen unterlegenen Aystettern, erlahmte nach einer Stunde in Unterzahl nun Kraft und Kampfgeist, so dass der Tabellenführer am Ende doch noch einen klaren Sieg herausschießen konnte. Maximilian Krist verwandelte einen von Marksteiner an Maik Uhde verursachten Elfmeter (84.), Muhammed Emirzeoglu verwertete eine uneigennützige Vorlage von Simon Ammann zum 5:0-Endstand. „Bescheidenes Ergebnis, bescheidene Gelb-Rote Karte“, hatte es Cosmos-Coach Thomas Hanselka dann doch etwas die Sprache verschlagen.

    SV Cosmos Aystetten: Mayer - Schäfer (46. Durasinovic), Marksteiner, Heckel, Qarri - Isufi, Schwab (65. Toth), Burda, Noack (77. Hanrieder) - Makowski (88. Kaya), Kempf (88. Isek).

    Tore: 1:0 Di Maggio (10.), 2:0 Boyer (55.), 3:0 Emirzeoglu (81.), 4:0 Krist (84./Foulelfmeter), 5:0 Emirzeoglu (85.). - Schiedsrichter: Sebastian Busch. - Zuschauer: 213. - Gelb-Rot: Burda (34./Aystetten). - Bes. Vorkommnisse: Mayer (Aystetten) hält Foulelfmeter von Tim Uhde (36.).

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