„Geht doch!“ Sichtlich zufrieden marschierte Christian Zohner, der Abteilungsleiter des SV Cosmos Aystetten, nach dem Schlusspfiff vom Spielfeld. Zum zweiten Mal hintereinander hatten die Schützlinge von Trainer Thomas Hanselka einen aktuellen Tabellenzweiten geärgert und damit einen Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Dem 1:1 beim 1. FC Sonthofen ließen die Blau-Weißen nun einen überraschenden 3:0-Sieg gegen den FSV Pfaffenhofen folgen. Vor allem in der zweiten Halbzeit stellte sich dabei ein Effekt ein, wie wenn man eine Ketchup-Flasche schüttelt. Erst kommt nichts, dann alles auf einmal.
Zur Pause hatte sich dieses klare Ergebnis nämlich noch nicht abgezeichnet. In den ersten 45 Minuten hatten die Cosmonauten ab und an das Glück des Tüchtigen auf ihrer Seite und mit Niklas Frank einen Schlussmann zwischen den Pfosten, der mit zwei glänzenden Reflexen gegen Luka Brudtloff aus fünf Metern (43.) und Jonas Redl (45.+2) das torlose 0:0 in die Pause rettete. Unmittelbar zuvor hatte sich Aystetten erstmals in Richtung Gästestrafraum gearbeitet. Bei einer artistischen Aktion von Raphael Marksteiner hätte es mit Videobeweis vielleicht einen Handelfmeter geben können, Marcel Burda scheiterte mit einem Distanzschuss am Keeper der Oberbayern.
Nach dem Wechsel explodiert der SV Cosmos
Nach dem Wechsel explodierte der SV Cosmos. David Schwab zog auf der rechten Seite auf und davon, über Sebastian Kempf und Kevin Makowski landete das Leder bei Elija Hanrieder, der zum 1:0 verwandelte (55.). Dieser Treffer löste scheinbar die Handbremse, Aystetten legte nun jegliche Zurückhaltung und Verkrampfung ab. Als Kevin Makowski in der 67. Minute eine von Raphael Marksteiner verlängerte Burda-Ecke am langen Pfosten mit dem Bauch zum 2:0 ins Tor bugsierte, nahm die Überraschung Gestalt an. Und es sollte noch besser kommen. In der 75. Minute leitete der fünf Minuten zuvor nach langer Verletzungspause erstmals in dieser Saison eingewechselte Pascal Mader das 3:0 ein. Sein Pass erreichte Kevin Makowski und der zum Regionalligsiten TSV Schwaben Augsburg abwandernde Torjäger markierte seinen 22. Saisontreffer. Der ebenfalls eingewechselte Dejan Mijailovic schickte Makowski dann auf den Weg zum 4:0, doch der Goalgetter schoss drüber, anstatt auf den mitgelaufenen Mader abzuspielen.
Mannschaft wird von den Fans gefeiert
Egal: Maximilian Heckel, Edward Schäfer und Raphael Marksteiner verhinderten in der 87. Minuten in einer gemeinsamen Rettungsaktion auf der Linie sogar den Ehrentreffer der enttäuschenden Gäste. „Man hat gesehen, was möglich ist, wenn wir von der Auswechselbank nachlegen können“, freute sich Trainer Thomas Hanselka über die mit Abstand beste Saisonleistung seiner Mannschaft, die nach Spielende von den 145 Zuschauern gefeiert wurde. Das hat man in Aystetten lange nicht mehr gesehen.
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren