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Fußball: Aufstiegskandidat trennt sich vom Trainer

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Aufstiegskandidat trennt sich vom Trainer

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    Dominik Bröll wird in der kommenden Saison nicht mehr auf der Bank der SpVgg Deuringen sitzen. Die Gründe für die Trennung sind schwierig zu erklären.
    Dominik Bröll wird in der kommenden Saison nicht mehr auf der Bank der SpVgg Deuringen sitzen. Die Gründe für die Trennung sind schwierig zu erklären. Foto: Andreas Lode

    Am kommenden Sonntag steht das Gipfeltreffen auf dem Berg an. Die SpVgg Deuringen empfängt in der A-Klasse West den Spitzenreiter SV Bergheim. Drei Punkte trennen die beiden Mannschaften. Wenn die SpVgg Deuringen gewinnt, wäre man punktgleich und der bessere Vergleich würde für die Kicker aus dem Stadtberger Ortsteil sprechen. Da sollte die Euphorie eigentlich groß sein, Friede, Freude, Eierkuchen herrschen. Doch ganz im Gegenteil. Völlig überraschend hat der Verein bekannt gegeben, dass man die Zusammenarbeit mit Spielertrainer Dominik Bröll, der bisher 29 Treffer zum guten Abschneiden beigetragen hat, am Saisonende beenden wird. Was für ein Paukenschlag!

    Für Dominik Bröll ein Schlag ins Gesicht. Er hatte sich das Engagement bei seinem Heimatverein, bei dem sein Vater Ehrenvorsitzender ist, anders vorgestellt, als er im Sommer dieses Jahres dort seinen Dienst angetreten hat. „Es sollte die letzte Station meiner Karriere werden“, sagt der 36-Jährige, der in den Jahren zuvor schon den SV Erlingen und den TSV Fischach von der A-Klasse in die Kreisklasse gecoacht und geschossen hatte. Bröll fiel aus allen Wolken, als es nach dem 4:0-Sieg bei der SpVgg Bärenkeller II, zu dem er selbst einen Dreierpack beigesteuert hatte, ein Gespräch gegeben hatte, bei dem man ihm mitgeteilt hat, dass man die Zusammenarbeit am Ende der Saison beenden möchte. „Erst im Winter wollte man unbedingt mit mir verlängern. Daraufhin habe ich allen anderen Interessenten abgesagt“, zeigte sich der 1,91 Meter große Modellathlet maßlos enttäuscht und emotional am Boden zerstört.

    „Eine sehr, sehr schwierige Entscheidung, weil wir auch privat befreundet sind“, sagt Martin Großmann, der Vorsitzende der SpVgg Deuringen. Für Außenstehende sei das wahrscheinlich schwierig zu verstehen. „Aber Mannschaft und Trainer passen nicht zusammen.“ Da gebe es einen Generationen-Konflikt. Die jungen Spieler würden mit dem Ehrgeiz, der Dominanz und Emotionalität des Trainers nicht zurechtkommen, versucht Großmann eine Erklärung. „Früher war die Gesellschaft vielleicht etwas härter.“

    Dominik Bröll gibt zu, dass seine und die Einstellung der Spieler ab und an differierten: „Da fehlt der Drive und das Gen, unbedingt gewinnen zu wollen.“ Diese Entwicklung habe sich im Laufe der Saison aufgedeckt und die Verantwortlichen und den sportlichen Leiter Robert Jörges, der selbst in der Mannschaft mitspielt, und der Vorstandschaft wachgerüttelt. „Sportlich hat Dominik Bröll keine Fehler gemacht“, sagt Großmann und gibt zu: „Wir sind mit dieser Situation nicht glücklich.“ Es sei aber keineswegs so, dass die Spieler den Trainer bestimmen. Aber man wisse jetzt, wie die Mannschaft tickt, und werde diesbezüglich einen neuen Trainer suchen. Dem könne man ein modernisiertes Vereinsheim und eine junge Führung der Abteilung bieten. Und vielleicht sogar einen Kreisklassisten – wenn die SpVgg Deuringen die letzten beiden Spiele gewinnt. Spielertrainer Dominik Bröll will dafür alles geben.

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