Der TSV Bobingen verpasste es mit einem mageren 0:0 gegen den Tabellenletzten SpVgg Lagerlechfeld, sich einen Vorsprung vor dem Konkurrenten VfL Kaufering im Rennen um die Meisterschaft zu verschaffen. Zwar hat das Team von Trainer Dimitri Peil noch zwei Punkte mehr als der Konkurrent aus Oberbayern, aber die Kauferinger haben noch ein Spiel weniger ausgetragen und könnten mit einem Sieg am Dienstag beim FC Königsbrunn die Tabellenspitze übernehmen. An diesem Spieltag mühten sich die Kauferinger zu einem knappen 1:0-Heimsieg über den Tabellenelften TSV Legau. Auch der FC Königsbrunn hat die Chance vergeben, sich deutlicher vom Relegationssplatz 13 abzusetzen. Gegen den Abstiegskandidaten TV Weitnau vergaben die Brunnenstädter, allerdings in Unterzahl, eine 3:1-Führung und mussten sich mit einem Punkt begnügen. Die SpVgg Langerringen erlebte nach dem wichtigen Derbysieg vom vergangenen Sonntag im Heimspiel gegen den FC Wiggensbach wieder einen derben Rückschlag und verlor hoch mit 1:6.
TSV Bobingen – SpVgg Lagerlechfeld 0:0 – Wenn der Tabellenerste daheim gegen den Letzten spielt, erwarten alle eigentlich einen klaren Sieg. Doch die Erwartungen der 100 Zuschauer wurden enttäuscht. Wie schon in den vergangenen Heimspielen tat sich der TSV Bobingen gegen eine defensiv eingestellte Mannschaft sehr schwer. Nach der 0:1-Heimniederlage gegen den TV Weitnau konnte die Partie gegen den TSV Legau gerade noch in der letzten Minute gedreht werden und diesmal blieb es beim torlosen Unentschieden. Die Lagerlechfelder wollten die Fehler bei den vier Gegentoren im Abstiegsderby gegen Langerringen vermeiden und standen diesmal kompakt in der Verteidigung. Die Platzherren hatten ihre stärkste Phase in den ersten 25 Minuten. Da scheiterte ihr Stürmer Georg Zimmermann an der Fußabwehr des Gästekeepers Mario Pachera und Filip Marjanovic wurde von Alexander Kergel gut abgeschirmt. Als der Führungstreffer nur noch eine Frage der Zeit schien, ließ aber der Druck der Bobinger nach und so fiel es der SpVgg leichter, ihren Strafraum zu verteidigen. Weil sie nach der Auswechslung von Alexander Kergel in der zweiten Halbzeit kaum noch Abwehrspieler auf dem Platz hatten, mussten die etatmäßigen Stürmer Simon Wilde und Christoph Bitter das Lechfelder Tor mit verteidigen. Der eingewechselte Benedikt Stuhler, Peter Sachse-Scholz und Luca Dietmyer machten den Abwehrriegel komplett, nach vorne ging dabei aber nicht viel. Die besten Chancen der Bobinger kamen bei einem Dribbling von Jannick Piller an der Grundlinie und einem Schuss von Florian Kohler zustande, den Pachera zur Ecke abwehrte. Der Dreifachwechsel von Trainer Dimitri Peil in der 73. Minute brachte nicht den erhofften neuen Schwung und der letzte Kopfball von Marjanovic nach einem Freistoß traf nur den Außenpfosten. Lagerlechfelds Spielertrainer Daniel Raffler, der sich in der 70, Minute einwechselte, sagte: „Dieser Punkt tut gut für die Seele, auch wenn wir damit den Abstieg nicht mehr verhindern können. Wir hatten keine Abwehrspieler mehr und da haben unsere Stürmer gut verteidigt.“ Bobingens Trainer Dimitri Peil trauerte den Chancen in der Anfangsphase nach. „Da hätten wir das Spiel entscheiden müssen, danach wurden wir auch wegen des Pokalspiels am Mittwoch immer müder und auch die Einwechslungen haben zu wenig gebracht. Nun müssen wir das Ergebnis abhaken und weitermachen“, sagte Peil zuversichtlich.
Wieder einmal Spektakel in Königsbrunn
FC Königsbrunn – TV Weitnau 3:3 – Aufgrund der ersten Halbzeit schien der FC Königsbrunn mit einer 2:0-Führung durch Tore von Luca Sommer in der 31. und Manuel Hampp in der 39. Minute mit einem sicheren Sieg einen weiteren Schritt zum direkten Klassenerhalt zu machen. Doch dann wurde der Torschütze Manuel Hampp zur tragischen Figur. In der 42. Minute bekam er die gelbe Karte und kurz nach der Pause sah er nach einem Foul im Strafraum Gelb-Rot und dazu gab es einen Elfmeter für die Gäste. Der Weitnauer German Stoehr ließ sich diese Chance nicht entgehen und verwandelte sicher zum 1:2-Anschlusstreffer. Danach drängten die Allgäuer mit einem Mann mehr auf den Ausgleich, der Elfmeterschütze Stoehr lief allein auf den Königsbrunner Torwart Lukas Baur zu, verzog aber den Schuss am langen Eck vorbei. Danach lenkte Baur eine gefährliche Flanke über die Latte und hielt einen Freistoß sicher. In der 81. Minute schien aber die Partie zugunsten der Königsbrunner zu kippen. Fabio Blasi erkämpfte sich einen Ball nahe der Außenlinie, legte ihn in die Mitte zu Luca Sommer und der konnte am Weitnauer Torwart Kevin Schneider vorbei zum 3:1 einschieben. Doch die Allgäuer Gäste gaben sich noch nicht geschlagen und legten eine starke Schlussoffensive hin. Nach einem Freistoß stieg Daniel Socher zum Kopfball hoch und zielte genau zum erneuten Anschlusstreffer in die Maschen (85. Minute). Im starken Powerplay gelang dann Jonas Zacher in der 94. Minute noch der Ausgleich mit einem satten Volleyschuss. Der Königsbrunner Trainer David Bulik bedauerte, dass der Sieg in der letzten Minute noch aus der Hand gegeben wurde, erkannte aber die starke kämpferische Leistung des Gegners an. „Die gelb-rote Karte gegen uns hat uns den Sieg gekostet, aber wir hatten auch nach dem 3:1 noch gute Konterchancen. Wenigstens konnten wir Weitnau mit der Punkteteilung auf Distanz halten“, sagte Bulik nach dem Abpfiff.
Herbe Klatsche: Langerringen kann Derbysieg nicht vergolden
SpVgg Langerringen – FC Wiggensbach 1:6 – Langerringen konnte nach dem wichtigen Derbysieg in Lagerlechfeld keine weitere Schippe im Abstiegskampf nachlegen. Das Unglück begann in der 19. Minute, als der Wiggensbacher Radu Lazar sein Team in Führung brachte. Gleich danach mussten die Langerringer Stefan Arndt verletzungsbedingt auswechseln. Verteidiger Fabio Sedlmeir sah die gelbe Karte und nach seinem zweiten Foul musste in der 33. Minute mit Gelb-Rot den Platz verlassen. Die Unterzahl konnten die Langerringer bis zur 62. Minute einigermaßen kompensieren, aber dann zog ihnen Lukas Ried mit dem 0:2 den Zahn. Nach einem von Simon Kolb verwandelten Elfmeter bauten die Wiggensbacher den Vorsprung durch Simon Fleschütz in der 83. Minute sogar auf 0:4 aus. Der zwischenzeitliche Ehrentreffer von Luca Kellner reizte die Allgäuer nur noch mehr und schraubten sie das Ergebnis durch Moritz Ewald und Maximilan Wieder in der Schlussphase auf 1:6. Langerringens Trainer Sebastian Korner machte die gelb-rote Karte, die er für völlig überzogen hielt, für die Niederlage verantwortlich.
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