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Fußball: Dieses Spitzenspiel war eine Mogelpackung

Fußball

Dieses Spitzenspiel war eine Mogelpackung

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    Ein zähes Ringen war das 0:0 im Spitzenspiel zwischen dem SV Cosmos Aystetten (von links Dominik Isufi und David Djajic) und dem TSV Bobingen Foto: Oliver ReiserEin zähes Ringen war das 0:0 im Spitzenspiel zwischen dem SV Cosmos Aystetten (von links Dominik Isufi und David Djajic) und dem TSV Bobingen Foto: Oliver Reiser
    Ein zähes Ringen war das 0:0 im Spitzenspiel zwischen dem SV Cosmos Aystetten (von links Dominik Isufi und David Djajic) und dem TSV Bobingen Foto: Oliver ReiserEin zähes Ringen war das 0:0 im Spitzenspiel zwischen dem SV Cosmos Aystetten (von links Dominik Isufi und David Djajic) und dem TSV Bobingen Foto: Oliver Reiser Foto: Oliver Reiser

    Wenn der Tabellendritte den Klassenprimus empfängt, spricht man von einem Spitzenspiel. Dass sich hinter dieser Bezeichnung nicht immer ein Spitzenspiel verbirgt, war beim Aufeinandertreffen zwischen dem SV Cosmos Aystetten und dem TSV Bobingen der Fall. Nach 93 Minuten auf überschaubarem Niveau trennte sich die beiden Kontrahenten mit einer torlosen Nullnummer. Darüber konnten sich die Bobinger freuen, die mit diesem Ergebnis an der Tabellenspitze der Bezirksliga Süd blieben.

    Der Spitzenreiter legte aggressiv los, die mit neun Auswechselspielern besetzte Bank feierte jeden Ballgewinn und jeden Zweikampf und sorgte damit für mehr Stimmung, als die restlichen knapp 400 Zuschauer. Florian Gebert und Christian Frickinger hatten die ersten Möglichkeiten. Aystetten versuchte nicht nur seine Bank, sondern auch das Spiel zu beruhigen. Nach einer knappen halben Stunde war das einigermaßen gelungen und man konnte sich auch einmal in Richtung des Gästestrafraums aufmachen. Ein Kopfball von Filip Marijanovic (25.) oder ein Dribbling von Dominik Isufi (27.) – für wirklich Gefahr sorgte das für die vom überragenden Hüseyn Tomakin organisierte Abwehr-Fünferkette allerdings nicht. Am nähesten an einem Torerfolg war Maximilian Heckel, dessen Kopfball nach einem Freistoß von Dejan Mijailovic in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit am Pfosten landete.

    Aystetten beklagt zwei Verletzte

    Zur Pause musste auf Aystetter Seite nach Raphael Marksteiner auch noch Pascal Mader verletzt ausscheiden. Für ein Torefestival sprach das nicht. Bobingen hatte sein Aggressionsakku wieder aufgeladen und verstärkte seine Bemühungen um den Führungstreffer. Florian Gebert blieb jedoch Alleinunterhalter. Zweimal forderten die Gäste einen Elfmeter, doch der gute Schiedsrichter Maximilian Wagner hatte die Situationen wohl richtig eingeordnet.

    Die besten Aystetter Gelegenheiten hatte Stefan Simonovic. Einmal klärte Bobingens Torhüter Laurin Sommer mit dem Kopf außerhalb des Strafraums (64.), einmal lupfte der Cosmos-Angreifer ihm den Ball in die Arme (85.). Einen Kopfball von Dominik Isufi konnte Sommer ebenfalls entschärfen (88.). Weder den Gastgebern noch den Bobinger „Nachspielzeit-Mentalitätsmonster“, die zuletzt in den letzten Sekunden zugeschlagen hatten, gelang der „Lucky Punch“, mit dem Aystetten die Tabellenspitze hätte übernehmen können, weil man in diesem Fall gegenüber dem punktgleichen TSV Bobingen den besseren direkten Vergleich gehabt hätte.

    So endete das kampfbetonte aber trotzdem faire Spiel mit einem 0:0, über das sich niemand so wirklich freuen wollte, denn die Spieler beider Teams lagen nach dem Schlusspfiff am Boden.

    Was am Ende aber beiden Mannschaften gefallen haben dürfte, ist die Tatsache, dass Mitkonkurrent SV Egg an der Günz beim SV Türkgücü Königsbrunn sensationell mit 1:5 unter die Räder kam.

    SV Cosmos Aystetten: Mrozek – Heckel, Krug, Wurm, D. Isufi – Mijailovic, Brummer (87. L. Isufi) – Mader (46. Milicevic), Djajic (65. Schäfer), Marjanovic (69. Burda), Marksteiner (30. Simunovic).

    TSV Bobingen: Sommer – Zedelmair, Burghard, Tomakin, Ruf, Ligorati – Frickinger, Müller (77. Simler) – Macht (71. Akgün), Krist, Gebert.

    Schiedsrichter: Maximilian Wagner (Kempten) - Zuschauer: 400. – Zeitstrafe: D. Isufi (Aystetten/90.+2)

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