Alles oder nichts heißt es am Mittwochabend für den TSV Dinkelscherben und die SpVgg Langerringen im ersten Relegationsspiel um den Klassenerhalt in der Bezirksliga. Um 18.30 Uhr treffen die Dinkelscherber als Tabellendreizehnter der Bezirksliga Nord in Walkertshofen auf die Langerringer, die als Platz 14 der Bezirksliga Süd in die Relegation gerutscht sind. Zwar hat der TSV mit 35 Punkten deutlich mehr Punkte als die Langerringer geholt (25 Punkte), dafür kennt sich kaum eine Mannschaft in der Relegation so gut aus, wie die SpVgg Langerringen. Das Spiel am Mittwochabend wird für sie das vierte Relegationsspiel in den letzten drei Spielzeiten sein.
Langerringen setzt auf Erfahrung
Dass der Weg zum Klassenerhalt nur über die Relegation führt, war bei der SpVgg Langerringen schon länger klar. Zu groß war der Rückstand auf das rettende Ufer. „Wir hatten Höhen und Tiefen, waren aber immer wieder zu naiv. Das hat uns am Ende des Tages viele Punkte gekostet“, fasst Trainer Sebastian Korner zusammen. Mit dem Erreichen der Relegation hat Korner mit seiner Mannschaft das vor der Saison ausgerufene Minimalziel erreicht. „Jetzt gilt es, noch einmal alles für den Klassenerhalt reinzuhauen“, hofft Korner auf ein glückliches Saisonende für seine Mannschaft. Hoffnung macht ihm dafür die Erfahrung seiner Mannschaft.
„Vielleicht ist der ein oder andere Spieler nicht ganz so nervös, weil er solche Spiele schon aus den letzten zwei Jahren kennt. Schwer wird es trotzdem“, erklärt Korner. Den Gegner aus Dinkelscherber kennt seine Mannschaft aus Begegnungen der vergangenen Jahre in der Kreis- und Bezirksliga. „Diese Saison habe ich sie nicht spielen sehen, aber erwarte einen starken Gegner“, sagt Korner, der auf viele Zuschauer am Mittwochabend hofft: „Relegationsspiele sind natürlich ein Highlight. Solche Spiele bleiben im Kopf.“ Das weiß auch Dinkelscherbens Trainer Stefan Kauer.
Dinkelscherbens Stefan Kauer erwartet „absolutes 50/50-Spiel“
Mit der 0:3-Niederlage am letzten Spieltag gegen den TSV Haunstetten verpasste der TSV Dinkelscherben den Sprung auf das rettende Ufer. „Wir waren hoch motiviert, aber Haunstetten war einfach zu stark. Wir konnten unsere Chancen nach der Pause nicht nutzen, das 0:2 hat uns dann das Genick gebrochen“, sagt Kauer, der sich beim FC Horgau für das Remis gegen Joshofen-Bergheim bedankt. Durch den Punktgewinn der Kleeblätter hätte dem TSV ein Sieg zum direkten Klassenerhalt gereicht. Trotz des verpassten Klassenerhalts ging es für die Mannschaft nach dem Spiel am Samstag in die Stadt, wo sie sich auf die bevorstehende Relegation eingeschworen hat.
„In den vergangenen 15 Jahren ist die Relegation nach unten für uns noch immer gut ausgegangen“, ist Kauer optimistisch. Die SpVgg Langerringen kennt Kauer und weiß, was ihn und seine Mannschaft erwartet: „Es ist ein absolutes 50/50-Spiel. Auf dem kleinen Platz in Walkertshofen wird der Kampf entscheiden. Es braucht keinen schönen Fußball, wer den Kampf auf dem kleinen Platz annimmt, gewinnt.“ Hoffnung macht den Lila-Weißen der Aufwärtstrend der vergangenen Wochen, in denen sich die Mannschaft mit Siegen gegen Meitingen und Jettingen fast noch aus der Relegationszone befreit hätte. „Wir sind fit und in der Mannschaft herrscht eine positive Anspannung. Ich habe den Jungs gesagt: Wenn wir nach der beschissenen Saison die Relegation bestehen, können wir feiern wie Meister“, sagt Kauer.
Wie es in der kommenden Saison für Kauer und seinen Trainerkollegen Michael Finkel weitergeht, steht noch nicht fest. „Wir sind aber keine, die von Bord gehen würden, auch wenn es in der Kreisliga weitergeht“, verrät Kauer. (mit pibo)
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