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Umfrage zum Weltnichtrauchertag 2026: Greifen Sie heute noch zur Zigarette?

Landkreis Augsburg

Umfrage zum Weltnichtrauchertag: Greifen Sie heute noch zur Zigarette?

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    Am 31. Mai ist Weltnichtrauchertag. Unsere Redaktion hat sich im Augsburger Land umgehört, was die Leute darüber denken.
    Am 31. Mai ist Weltnichtrauchertag. Unsere Redaktion hat sich im Augsburger Land umgehört, was die Leute darüber denken. Foto: Bröll, Schwaiger (Collage)

    Mit dem von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ins Leben gerufenen Weltnichtrauchertag, soll auf die Risiken des Rauchens aufmerksam gemacht werden. Laut WHO schätzen 90 Prozent der Jugendlichen das Rauchen von Tabakzigaretten als gesundheitsschädlich ein. Dennoch greifen Jugendliche und Kinder neunmal häufiger zu E-Zigaretten als Erwachsene. Deshalb stellt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Weltnichtrauchertag unter das Motto „Die Verlockung entlarven - Nikotin- und Tabaksucht bekämpfen.“ Braucht es so einen Tag überhaupt? Unsere Redaktion hat sich im Landkreis umgehört.

    „Jeder Raucher weiß, dass es schlecht ist und hört trotzdem nicht damit auf“

    Obwohl Enrico La Marca aus Gersthofen selbst Raucher ist, ist er sich der Gefahren des Rauchens bewusst. „Jeder Raucher weiß, dass es schlecht ist und hört trotzdem nicht damit auf. Am besten sollte man nie anfangen.“ La Marca sieht den Weltnichtrauchertag dennoch positiv. „Ich finde es gut, dass man darauf aufmerksam macht.“

    Enrico La Marca aus Gersthofen sieht die Sache als Raucher nüchtern.
    Enrico La Marca aus Gersthofen sieht die Sache als Raucher nüchtern. Foto: Niklas Bröll

    Markus Kiemer aus Schwabmünchen teilt diese Einschätzung. Als Raucher merke er etwa, wie seine Kondition beim Radfahren und Bergsteigen darunter leide. „Von der Luft her wird es dann anstrengend, auch wenn meine Kraft eigentlich ausreicht“, sagt er. Für ihn spricht nichts gegen den Welt-Nichtraucher-Tag. „Ich habe Respekt vor jedem, der nicht raucht.“

    „Ich bin da tolerant. Mir ist es im Grunde egal, ob die Leute rauchen“

    Auch Robert Strauß aus Nordendorf befürwortet die Aufklärung über die Gefahren des Rauchens. „Auch wenn der Nutzen des Tags fraglich ist, wird man eben daran erinnert.“ Strauß selbst raucht nicht, verurteilt es aber auch nicht. „Ich bin da tolerant. Mir ist es im Grunde egal, ob die Leute rauchen, da sie damit zufrieden sind“, sagt Strauß.

    Robert Strauß aus Nordendorf hat nichts gegen Raucher.
    Robert Strauß aus Nordendorf hat nichts gegen Raucher. Foto: Niklas Bröll

    Christine Kleinheinz sieht dies anders. „Ich halte davon nichts. Mich wundert es, dass viele wieder rauchen, obwohl gleichzeitig bei Jugendlichen auch Sport wieder beliebter wird.“

    Christine Kleinheinz aus Biberbach ist verwundert über die Beliebtheit des Rauchens.
    Christine Kleinheinz aus Biberbach ist verwundert über die Beliebtheit des Rauchens. Foto: Niklas Bröll

    Michaela Rogg befürwortet den Weltnichtrauchertag. „Es ist gut, dass es ihn gibt. Dann erinnert sich vielleicht der eine oder die andere daran. Ich finde schon, dass dem Thema diese Aufmerksamkeit gut tut“, sagt sie. Wer aber rauchen wolle, den hielten aber auch die Bilder auf den Zigarettenschachteln und ähnliche Präventionsmaßnahmen nicht davon ab.

    Michaela Rogg aus Buchloe befürwortet, dass der Welt-Nichtraucher-Tag Aufmerksamkeit schafft.
    Michaela Rogg aus Buchloe befürwortet, dass der Welt-Nichtraucher-Tag Aufmerksamkeit schafft. Foto: Emma Schwaiger

    Vor allem die Gewohnheit hindert am Aufhören

    Kathrin Naumann unterstützt den Tag ebenfalls. „Man sollte so einen Tag schon einrichten. Rauchen ist auch eine Kultur und da ist es angemessen, mit Podiumsdiskussionen darauf aufmerksam zu machen.“

    Kathrin Naumann sieht Rauchen als eine Art Kultur.
    Kathrin Naumann sieht Rauchen als eine Art Kultur. Foto: Niklas Bröll

    Helmut und Roswitha Baur waren selbst Raucher und wissen, warum es so schwer ist, damit aufzuhören. „Man hat damals in einer Clique angefangen. Dort wurden einem die Zigaretten angeboten“, sagt Helmut Baur. „Das Rauchen wurde dann zur Gewohnheit. Diese muss man erst einmal ablegen und das ist nicht so einfach“, fügt Roswitha Baur hinzu. Vor allem durch den Kinderwunsch hatte sie den Willen aufzuhören. Sie verweist auf die Gefahren des Rauchens. „Es muss wirklich weitergetragen werden, wie gefährlich Rauchen ist. Man sieht auf einem Lungenbild, wie schädlich das Rauchen wirklich ist“, sagt Roswitha Baur.

    Helmut und Roswitha Baur waren selbst Raucher und wissen, warum es so schwer ist, damit aufzuhören.
    Helmut und Roswitha Baur waren selbst Raucher und wissen, warum es so schwer ist, damit aufzuhören. Foto: Niklas Bröll

    Fabian Merz raucht zwar noch, jedoch inzwischen deutlich weniger. „Heute rauche ich zum Beispiel nur am Abend eine Zigarette“, sagt Merz und fügt hinzu: „Wenn man einmal seine Gewohnheiten durchbrochen hat, dann kann man das Rauchen reduzieren.“

    Fabian Merz aus Gersthofen schätzt vor allem das Rauchen als Gewohnheit gefährlich ein.
    Fabian Merz aus Gersthofen schätzt vor allem das Rauchen als Gewohnheit gefährlich ein. Foto: Niklas Bröll

    Dem Gruppenzwang zu widerstehen, kann schwer sein

    Johann Schmid kennt noch ganz andere Zeiten. Als Lehrling auf dem Bau wurden mir früher oft Zigaretten angeboten. Wenn man Nichtraucher war, musste man sich schon auch blödes Sprüche anhören“, sagt er und ergänzt: „Heute bin ich dankbar, dass ich so standhaft geblieben bin.“

    Johann Schmid aus Gessertshausen ist überzeugter Nichtraucher.
    Johann Schmid aus Gessertshausen ist überzeugter Nichtraucher. Foto: Emma Schwaiger
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