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Vortrag in Stadtbergen: Experte klärt über Schlaganfall, Symptome und richtiges Handeln auf

Stadtbergen

Das richtige Handeln bei einem Schlaganfall

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    Bei einem Schlaganfall muss sofort gehandelt werden.
    Bei einem Schlaganfall muss sofort gehandelt werden. Foto: Stephan Jansen/dpa (Symbolbild)

    Das ist der aktuelle Stand der Schlaganfallforschung

    Bei der mechanischen Thrombektomie entfernt der Arzt mit einem Katheter das Blutgerinnsel aus einem Blutgefäß. Dadurch wird das Blutgefäß wieder durchgängig.

    Die mechanische Thrombektomie ist eine sinnvolle und höchsteffektive Schlaganfallbehandlung. 2015 ist sie auf dem höchsten Level angelangt.

    Seither schreiten die Innovationen fort; Ärztinnen und Ärzte können auch kleinere Gefäße in die Peripherie öffnen.

    Die Thrombektomie wird bei acht bis zehn Prozent der Schlaganfallpatienten durchgeführt. Patientinnen und Patienten mit leichteren Schlaganfällen kommen mit blutgerinnselauflösenden Medikamenten aus. (Quelle: Prof. Berlis)

    Im Gegensatz zu einem Herzinfarkt verursacht ein Schlaganfall meist keine Schmerzen. Es kann vielmehr zu Sprach- oder Sprechstörungen, halbseitigen Lähmungen oder Gefühlsstörungen kommen. Manchmal sind solche Symptome nicht sehr ausgeprägt oder bilden sich rasch zurück. Trotzdem handelt es sich immer um einen Notfall, der unverzüglich stationär behandelt werden muss. Darüber möchte der Geschäftsführende Oberarzt an der Klinik für Neurologie und klinische Neurophysiologie und Leiter der dortigen Stroke Unit, Prof. Dr. Michael Ertl, in seinem Vortrag im Rahmen der Ärztlichen Vortragsreihe aufklären.

    Darum dreht sich der Vortrag in Stadtbergen

    Ein Schlaganfall verursacht neurologische Störungen und kann zu bleibenden Behinderungen und im schlimmsten Fall zum Tod führen. In der großen Mehrzahl der Fälle wird ein Schlaganfall durch ein verengtes oder verstopftes Blutgefäß hervorgerufen. Dann wird eine Gehirnregion zu wenig oder nicht mehr mit Blut versorgt. Deutlich seltener kommt es zu Blutungen in das Hirngewebe, die dann ähnliche Symptome hervorrufen können.

    Die Herausforderungen bei einem Schlaganfall

    Ein Schlaganfall erfordert nach den Worten von Ertl umgehende ärztliche Behandlung. Auch wenn die Ausfallerscheinungen (wie Sprachstörung oder Lähmung) leicht erscheinen, sollte sofort der Rettungsdienst gerufen und der Patient so rasch wie möglich in ein für eine Schlaganfallbehandlung qualifiziertes Krankenhaus gebracht werden.

    So leicht unterschätzt man die Symptome eines Schlaganfalls

    Bei einem ischämischen Schlaganfall, also einer Durchblutungsstörung infolge eines nicht durchgängigen Blutgefäßes, kann man die Symptome leicht unterschätzen. Wer sich hinlegt und auf Besserung hofft, macht aber einen fatalen Fehler. Sterben Gehirnzellen ab, so ist das nicht mehr korrigierbar. Außerdem können laut Ertl zu den leichten Beschwerden in kurzer Zeit schwerere Symptome hinzukommen. Oft wird ein schwerer Schlaganfall durch einen leichteren angekündigt. Der Schlaganfall sei weltweit die zweithäufigste Todesursache und die Erkrankung, die im Erwachsenenalter am häufigsten zu bleibenden Behinderungen führt.

    Ganz wichtig ist in diesem Zusammenhang die Behandlung auf einer Stroke Unit. Dabei handelt es sich um eine auf die Schlaganfallbehandlung spezialisierte Station, auf der Schlaganfallpatienten besonders gut überwacht werden. Ertl wird das im Vortrag näher erläutern. Auch wenn die Diagnose noch nicht feststeht, ist hier gewährleistet, dass der Patient kontinuierlich überwacht werden kann.

    Der Vortrag „Schlaganfall – auch milde Symptome ernst nehmen“ findet am Montag, 19. Februar, um 19.30 Uhr im Bürgersaal Stadtbergen statt. Eintritt: fünf Euro.

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