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Wie Ehrenamtler das Feuerwehrfest in Zusmarshausen meistern

Zusmarshausen

„So ein Fest machen wir nur alle 25 Jahre“: Wie organisiert man ein riesiges Feuerwehrfest?

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    Viel los war am Wochenende in Zusmarshausen, das bedeutete auch viel Arbeit für Helferinnen und Helfer.
    Viel los war am Wochenende in Zusmarshausen, das bedeutete auch viel Arbeit für Helferinnen und Helfer. Foto: Marcus Merk

    Weil sich viele Feuerwehren in der Region etwa zur gleichen Zeit gründeten, feiern viele von ihnen aktuell besondere Jubiläen. So war das zuletzt zum Beispiel in Oberschöneberg oder in Zusmarshausen. In den kommenden Wochen stehen etliche weitere Feste an. Damit so ein großes Fest zum Erfolg wird, braucht es viele Helferinnen und Helfer. Denn ohne Ehrenamtliche, die organisieren, ausschenken und anpacken, funktioniert es nicht. Wie sieht ihre Arbeit aus? Unsere Redaktion hat sich beim Fest in Zusmarshausen hinter den Kulissen umgesehen.

    Die Planung des Feuerwehrfests in Zusmarshausen begann schon vor zwei Jahren

    „Vor zwei Jahren haben wir angefangen zu planen“, erzählt Hermann Scherer, der für die Marktkapelle Zusmarshausen an der Planung der großen Feier in Zusmarshausen beteiligt war. Zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Zusmarshausen haben sie das Fest unter dem Motto „humptata meets tütata“ geplant. Die vier Wochen vor dem Fest seien die heiße Phase gewesen. „Letzte Woche waren jeden Tag 30-50 Leute von 8 Uhr morgens bis 18 Uhr abends im Einsatz“, fügt Simon Frank hinzu, der als Kassierer der Musikvereinigung ebenfalls Teil des Festausschusses ist. Viele haben sogar Urlaub dafür genommen. Insgesamt seien viele Helferstunden in das Fest geflossen. Das zeigt sich.

    Zusmarshausen feiert 325 Jahre Marktkapelle und 150 Jahre Freiwillige Feuerwehr

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    Die schönsten Bilder vom Festumzug und Bezirksmusikfest.

    Ein Bereich im Freien mit bunten Lichterketten und kleinem Biergarten lädt dazu ein, gemütlich das ein oder andere Glas Wein oder Aperol zu schlürfen. Auch eine Runde Schiffschaukel zu fahren oder sein Glück an der Schießbude zu probieren, ist möglich. Das Herzstück des Geländes ist aber das große Festzelt. Es steht einem Zelt auf dem Plärrer nichts nach – weder bei Größe noch Stimmung.

    Bis auf die Küche und Bedienung wird alles von Ehrenamtlichen gestemmt

    Bis auf die Küche und Bedienung wird alles von Ehrenamtlichen gestemmt. Zwei dieser Ehrenamtlichen sind Stefan Leichtle und Christian Hirle. Die beiden Feuerwehrmänner sind zusammen mit ihren Mitstreitern der Marktkapelle Johannes Möckel und Matthias Deger für den Ausschank zuständig. Sie koordinieren, dass hier alles reibungslos funktioniert. Dafür sind sie den ganzen Tag im Einsatz. Schon morgens um halb neun geht ihre Arbeit los. „Wir müssen erst Bestandsaufnahme machen, was wir brauchen, bei der Brauerei Nachschub holen, alles sauber machen und wieder herrichten und dann geht das Fest auch schon wieder los“, erzählt Leichtle.

    Da bleibt kaum Zeit, selber zu feiern. „Die Helfer haben eigentlich selber wenig vom Fest, aber das war von vornherein klar“, sagt er. „Das wird aber alles nächste Woche beim Fest in Horgau nachgeholt“, fügt Hirle hinzu. Trotzdem machen die beiden die Arbeit gerne. „Das gehört einfach dazu, wenn man in so einem Verein aktiv ist“, meint Hirle. Auch die Stimmung unter den Helfenden vor Ort ist gut. „Wir haben lauter motivierte Leute, da macht sogar der Spüldienst Spaß“, sagt er und lacht.

    Musikkapelle und Feuerwehr ziehen an einem Strang

    Alles ist akribisch durchgeplant in Zusmarshausen. Im Festbüro reihen sich die Dienstpläne für das Wochenende. Insgesamt seien rund 240 Helfende gleichermaßen aus der Feuerwehr und der Marktkapelle im Einsatz, erzählt Simon Frank. Das sei aber nicht jedes Jahr zu stemmen. „So ein Fest machen wir nur alle 25 Jahre, deswegen war es nicht so schwer Helfer zu akquirieren“, sagt er. Würden die beiden Vereine jedes Jahr so ein großes Fest auf die Beine stellen, wäre das wohl schwieriger, vermutet Frank. Hermann Scherer erinnert sich daran, als die Musikvereinigung noch jedes Jahr ein Fest ausrichtete. Das sei heutzutage aber nicht mehr so leicht. „Ein Verein alleine schafft das nicht mehr mit den ganzen Vorschriften und der Helferleistung“, erklärt er. Daher haben sich die Freiwillige Feuerwehr und die Marktkapelle entschlossen, zusammenzuarbeiten.

    So ist das große Fest entstanden, das an vier Abenden verschiedenstes Programm geboten hat. Dabei war ein Tag der Feuerwehr gewidmet mit Ausstellung, Kinderprogramm und natürlich einem Feuerwehrfest am Abend. Am Sonntag war dann das klassische Musikerfest. „Um 6.30 Uhr werden ganz traditionell unsere Festdamen abgeholt“, erzählt Scherer. Nach dem Gottesdienst im Zelt ging es dann weiter zum Umzug und zum Gemeinschaftschor mit 1500 Musizierenden am Rothsee.

    Diese Feuerwehrfeste stehen im Landkreis Augsburg bald an

    Wer jetzt Lust auf einen Besuch beim Feuerwehrfest hat, der kann am Wochenende nach Horgau schauen. Dort wird von Freitag, 22. Mai, bis Sonntag, 24. Mai, gefeiert. Der Samstag gehört den Partygästen: Mit der Band „Muckasäck“ wird das Festzelt zur Feierzone. Am Sonntag wird es traditionell mit Frühschoppen, Festmesse und einem großen Umzug durch den Ort. Anfang Juni (3. bis 7.) wird dann in Westendorf gefeiert. Das Fest startet dort am Mittwoch, 3. Juni, mit „Lost Eden“ bei freiem Eintritt. Am Donnerstag folgt die große Festival-Nacht mit mehreren Live-Acts und Eintritt ab 18 Jahren. Der Freitag steht im Zeichen der Vereine und Betriebe mit Zeltbetrieb und Blasmusik. 

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