Wer hat an der Uhr gedreht? In den Landes- und Bezirksligen steht bereits der letzte Spieltag der Saison 2025/26 vor der Tür. Während sich der Großteil der Teams bei Eisheiligen-Temperaturen dem Sommerfußball hingeben kann, steht für einige noch einiges auf dem Spiel. Nachfolgend eine Übersicht, welche Szenarien sich nach dem offiziellen Ende der Saison in der Landesliga Südwest abspielen könnten.
Aystetten hat in der Landesliga Bundesliga-Feeling
Hochspannung herrscht im Abstiegskampf der Bundesliga, wo der VfL Wolfsburg, der 1. FC Heidenheim und der FC St. Pauli punktgleich zu den letzten 90 Minuten antreten. Diese Konstellationen ging es auch in verschiedenen unteren Ligen. Der große Unterschied hierbei: In der Bundesliga zählt bei Punktgleichheit das Torverhältnis, im Amateurfußball der direkte Vergleich.
In der Landesliga Südwest ist der SC Oberweikertshofen bereits abgestiegen. Der FC Gundelfingen II und der TSV Wertingen machen den zweiten Absteiger und einen von drei Releganten unter sich aus. Bis hierher ist es noch einfach: Für den zweiten und dritten Abstiegs-Relegationsplatz kommen noch vier Mannschaften in Frage. Dabei benötigen der FC Kempten und der SV Cosmos Aystetten mit jeweils 34 Punkten noch einen Zähler, um die SG Niedersonthofen-Martinszell und den FC Ehekirchen (jeweils 31) hinter sich zu lassen.
Rein theoretisch können aber auch zwei, drei oder gar vier Mannschaften aus diesem Quartett punktgleich durchs Ziel gehen. Dann würde bei zwei der direkte Vergleich entscheiden, bei drei oder vier Punktgleichen müsste eine Sondertabelle unter den beteiligten Mannschaften erstellt werden. In diesem Fall hätte Aystetten, das lediglich gegen Ehekirchen den besseren direkten Vergleich hat, und Ehekirchen gegen Kempten und Niedersonthofen das Nachsehen.
Besonderes Spiel für zwei Cosmos-Abgänge
„Wir holen den einen noch fehlenden Punkt“, will sich Cosmos-Coach Thomas Hanselka auf keinerlei Rechenspiele einlassen. Drei Spiele ohne Niederlage (2:2 in Manching, 3:0 gegen Pfaffenhofen und 1:1 beim 1. FC Sonthofen) haben vor dem letzten Heimspiel gegen den TSV Aindling das Selbstvertrauen gestärkt. Eine mit acht Spielern besetzte Auswechselbank sorgt für weitere Euphorie. Das hat es bei den Blau-Weißen in dieser Saison nur selten gegeben. Und außerdem: Gegen die Aindlinger hat man noch zweifachen Grund, um etwas gutzumachen: Sowohl im Punktspiel (0:6) als auch im bayerischen Pokal (0:5) gab es gegen die Lechrainer kräftige Abreibungen.
Ein besonders Spiel wird es für Kapitän Maximilian Heckel und Dominik Isufi sein, die zur neuen Saison von Aystetten nach Aindling wechseln. Torjäger Kevin Makowski, der sich mit Aindlings Laurin Völlmerk um die Torschützenkrone der Landesliga duelliert, verlässt den Cosmos in Richtung Schwaben Augsburg. „Er wird uns spielerisch und menschlich fehlen“, so Pressesprecher Michael Brenner.
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