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Augsburg: Angedrohter Schulstreik führt zu Verbesserungen

Augsburg

Angedrohter Schulstreik führt zu Verbesserungen

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    Das Schulzentrum am Alten Postweg mit Fos, Bos und Wirtschaftsschule ist ein Sanierungsfall.
    Das Schulzentrum am Alten Postweg mit Fos, Bos und Wirtschaftsschule ist ein Sanierungsfall. Foto: Silvio Wyszengrad

    Der Frust der Schüler der Fach- und Berufsoberschule sowie der Reischleschen Wirtschaftsschule saß tief. So tief, dass sie im März mit einem Schulstreik drohten, wenn sich nicht bald die Situation am Schulzentrum verbessern würde. Rund 100 Teilnehmer versammelten sich vor drei Wochen zu einer Demo auf dem Rathausplatz, um auf die desolaten baulichen Zustände im Schulzentrum hinzuweisen, Bilder, die die Zustände aufzeigen sollten, wurden auf Instagram gepostet.

    Die Schüler forderten auf der Demo einen Neubau, anstelle einer von der Stadt geplanten Generalsanierung. Am Mittwoch fand nun ein Gespräch zwischen Bildungsreferent Hermann Köhler (CSU), Wolfgang Färber, Leiter des Schulverwaltungsamts, Baureferent Gerd Merkle (CSU), Hochbauamtsleiter Günter Billenstein und Vertretern der Schulleitung, des Elternbeirats, Personalrats, der Schüler und Lehrer statt. Bildungsreferent Köhler begrüßte das Interesse der Schülerschaft an der Zukunft des Schulkomplexes. Gemeinsam mit Baureferent Merkle hätten sie Verständnis für den Unmut der Betroffenen gezeigt. Derart langwierige Zeitschienen bei solch einer einer komplexen Baumaßnahme seien für Außenstehende kaum nachvollziehbar.

    Merkle erklärte, warum sich der Stadtrat für eine Generalsanierung und gegen einen Neubau entschieden hatte und erläuterte 25 oft gestellte Fragen, deren Antworten nun auch auf der städtischen Homepage (www.augsburg.de/fos) einsehbar sind. Die Entscheidung fiel für eine Generalsanierung, da die voraussichtlichen Kosten von 88,4 Millionen Euro unter den kalkulierten Kosten in Höhe von 109 Millionen Euro liegen, die die Verwaltung für einen Neubau veranschlagt hat.

    "Das ist der Erfolg der Schüler."

    FOS/BOS-Schulleiter Oliver Laqua freute sich, dass das Gespräch zustande gekommen war. „Das ist der Erfolg der Schüler“, sagt er. Die Argumentation der beiden Referenten, dass die Sanierung 2025 beendet sein soll und die der Neubau frühestens 2026 beginnen könnte, könne er allerdings kaum glauben. „Natürlich nehme ich sie da beim Wort, aber wenn man sieht wie lange alle anderen Arbeiten bei uns dauern, dann bezweifle ich die Fertigstellung 2025.“ Die Brandschutzmaßnahme hätte vor vielen Jahren begonnen und sei immer noch nicht abgeschlossen, seit zwei Jahren würde ein Gerüst an der Aula stehen – darauf arbeiten würde allerdings selten jemand. Ein Erfolg des Gesprächs sei, dass nun die Stadt zugesichert habe in den Osterferien Notdächer aufstellen zu wollen, damit es nicht mehr reinregnet. Außerdem sollen die Sanitäreinrichtungen gesichtet und kaputte Toiletten schnellstmöglich repariert werden. Laqua hofft, dass sich die bauliche Situation bald bessert. Denn die Schülerzahlen seien rückläufig. Er vermutet, dass Schüler auf die Einrichtungen in Neusäß und Friedberg ausweichen würden.

    Schülerin Meli, die mit anderen Schülern die Aktionen geplant und realisiert hatte, war ebenfalls bei dem Gespräch dabei. „Wir Schüler sind danach mit gemischten Gefühlen aus dem Zimmer gegangen. Es war ein Erfolg, dass wir gehört wurden. Dass etwas mit den Toiletten passiert, mussten wir allerdings erst noch einmal ansprechen“, sagt sie.

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