Der Anruf geht bei der Augsburger Polizei an einem Montagmorgen im Mai vorigen Jahres ein. Es gebe eine „Bedrohungslage“ in einem Bordell in Hochzoll, lautet der Hinweis. Ein Mann sei mit einer Waffe aufgetaucht. Er bedrohe angeblich Prostituierte. Der Hinweis kommt von Ermittlern aus einem anderen Bundesland. Der Bundeswehrsoldat Bernd S. (Name geändert), 22, ist zu dieser Zeit offenbar schon im Visier der Polizei. Die Augsburger Polizei will kein Risiko eingehen. Eine Spezialeinheit rückt an und durchsucht das Haus. Bernd S. ist nicht mehr da. Er wird kurz darauf in München festgenommen. Es bleibt zunächst unklar, was in dem Bordell genau geschehen ist. Bernd S. kommt wieder auf freien Fuß. Und sprengt kurz darauf offenbar zusammen mit Komplizen einen Geldautomaten.
Augsburg