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Augsburg: Der Sparzwang trifft auch das Bäderkonzept

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Der Sparzwang trifft auch das Bäderkonzept

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    Das Plärrerbad in Augsburg.
    Das Plärrerbad in Augsburg.

    Als Erstes sollte das Plärrerbad auf Vordermann gebracht werden. Doch im Haushaltsentwurf hat Kämmerer Hermann Weber nur noch 760000 Euro statt der ursprünglich angesetzten 1,73 Millionen Euro vorgesehen. Falls der Stadtrat dem Vorschlag zustimmt, könnte sich die gesamte Sanierung um mindestens ein Jahr bis 2014 verzögern.

    Undichte Dächer, überholte Technik, veraltete Duschen

    Dabei hatte Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU) nach den Querelen um den mittlerweile abgeblasenen Verkauf des Alten Stadtbades ein Gesamtkonzept präsentiert, wie die städtischen Bäder Schritt für Schritt saniert werden sollen. Mit 17 Millionen Euro wollte die Stadt sämtliche Hallenbäder bis 2016 energetisch auf den neuesten Stand bringen (siehe Info). Doch der Sparzwang macht keinen Halt vor dem Bäder-Masterplan.

    Gribl selbst betonte am Wochenende, dass es sich bei den im Etatplan genannten Summen zunächst um die Vorschläge des Kämmerers handelt. „Was davon stehen bleibt, muss politisch debattiert werden.“ Als Entscheidung gegen den Bädersanierungsplan sieht er den Haushaltsentwurf aber nicht.

    Robert Zenner, Leiter des Sport- und Bäderamtes, würde am liebsten so schnell wie möglich die Arbeiten angehen, denn der Sanierungsbedarf ist enorm: undichte Dächer, überholte Technik, veraltete Duschen.

    Wenn jetzt der Stadtrat die Sanierung verzögert, muss das Team um Zenner wieder mit improvisierten Notlösungen auskommen, die zumindest gröbste Mängel überdecken. Doch je älter die Hallen werden, umso häufiger treten unvorhergesehene Schäden auf. In diesem Jahr reichte der Bauunterhalt von 200000 Euro nicht aus, da erst das marode Dach des Spickelbads erneuert werden musste und danach ein Filter im Bärenkellerbad ausfiel. Gut möglich, dass die vom Kämmerer angesetzten 180000 Euro für kommendes Jahr ebenfalls bald ausgeschöpft sein werden.

    Schon jetzt sind neue Kosten absehbar: Die Hallenbäder in Göggingen und in Haunstetten müssten ab einer gewissen Schneemenge gesperrt werden, da die Dächer weniger Last tragen können als angenommen. Sportbürgermeister Peter Grab zufolge reicht es in Haunstetten aber aus, überschüssigen Kies vom Dach zu entfernen. Im Fall des Gögginger Hallenbads sei hingegen eine vorzeitige Dachsanierung nötig. Eine Kostenschätzung läuft bereits.

    Zumindest eine Dauerbaustelle soll aber plangemäß fertiggestellt werden. Die Dampfsauna im Alten Stadtbad wird wie angekündigt im März 2012 eröffnet, sagt Zenner: Danach wollten die Arbeiter eigentlich die Lüftungs- und Entfeuchtungsanlage angehen, doch daraus wird wohl nichts. Die dafür vorgesehenen 700000 Euro tauchen im Haushaltsentwurf gar nicht mehr auf. "Kommentar

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