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Augsburg: Diese pinkfarbene Straßenbahn sorgt für Aufsehen

Augsburg

Diese pinkfarbene Straßenbahn sorgt für Aufsehen

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    Die Mozarttram fällt auf - wie hier am Königsplatz.
    Die Mozarttram fällt auf - wie hier am Königsplatz. Foto: Silvio Wyszengrad

    Sie ist auffallend pink und in den nächsten Monaten auf der Linie 4 zwischen Hauptbahnhof und Oberhausen-Nord unterwegs: die neue Mozarttram. Eigens für das Jubiläumsjahr zu Ehren von Mozarts Vater Leopold, dessen 300. Geburtstag in diesem Jahr gefeiert wird, wurde die Straßenbahn umgestaltet. Von Seiten der Stadt heißt es, um die Mozarttram sei regelrecht ein Hype ausgebrochen. Aber nicht alle Reaktionen sind positiv.

    „Kitschig und billig sieht das aus“, „so wäre Mozart bestimmt nicht herumgelaufen“ - heißt es unter anderem bei ein paar kritischen Kommentaren zu einem Facebook-Eintrag der Stadtwerke. Dieser zeigt Bilder der pink-weißen Straßenbahn mit einem Leopold Mozart in moderner Klamotte. Die Gestaltung des Gefährts hat die Stadt Augsburg in Auftrag gegeben. Simon Pickel, Leiter des städtischen Mozartbüros, sagt zu der auffälligen Farbauswahl: „Pink ist die Mozartfarbe der Stadt Augsburg. Pink steht auch ein bisschen für Mozart: modern, auffällig und etwas flippig.“

    Die Mozart-Tram am Haltestellendreieck am Königsplatz.
    Die Mozart-Tram am Haltestellendreieck am Königsplatz. Foto: Silvio Wyszengrad

    Dass die Stadt für Veranstaltungen auf öffentlichen Verkehrsmitteln wirbt, sei eher unüblich. „Es handelt sich um eine außergewöhnliche Werbemaßnahme anlässlich des Jubiläumsjahres, die sonst für die Stadt nicht realisierbar ist“, meint Pickel. Wie viel der Stadt die Mozarttram kostet, beantwortet er nicht. Dafür weiß Jürgen Fergg von den Stadtwerken, wie hoch die Kosten allein für die Beklebung einer Tram sind.

    Zwei Tage dauert es, bis eine Tram komplett beklebt ist

    Für die komplette Gestaltung müsse man mit rund 8000 Euro rechnen. Beklebt werde meist an den Wochenenden. „Das dauert etwa zwei Tage.“ Wie der swa-Sprecher erklärt, sind generell die Flächen der Straßenbahnen und Busse sowie die Werbeflächen an den Haltestellen an Vermarktungsfirmen verpachtet. Daraus erhält die swa jährlich einen fixen Betrag. „Insgesamt sind es rund 1,5 Millionen Euro im Jahr für uns an Einnahmen aus dieser Verkehrswerbung“, sagt Fergg. Zu welchen Kosten die Vermarktungsfirmen die Freiflächen vermarkten, könne er nicht sagen.

    Bei der Mozarttram, die bis Ende November durch die Stadt fährt, wurde bei der Beklebung jedenfalls gespart, wie eine Facebooknutzerin richtig vermutet hat: „Warum blieb der erste Teil der Bahn kahl? Sieht wie gewollt, aber nicht gekonnt aus. Oder nach Sparmaßnahme...“ Die Mozarttram zeigt sich nur an ihrer Einstiegsseite in pink, die Köpfe der Tram sind frei geblieben. „Es ist schön, durch die Straßenbahn die gewünschte öffentliche Aufmerksamkeit zu erzielen“, sagt Mozartbüro-Leiter Simon Pickel und ergänzt: „Aber Werbung muss immer in Relation zu den Kosten und Aufgaben stehen."

    Pinke Mozarttram zieht die Blicke auf sich

    Gefördert wurde die Beklebung von den swa. Denn wie Sprecher Fergg erzählt, seien die Stadtwerke bereits seit zehn Jahren Unterstützer des Mozartfestes. Man kann die pinkfarbene Tram schön oder hässlich finden - das Ziel ist jedenfalls erreicht: Sie fällt auf. Man wolle den Bürgerinnen und Bürgern die Bedeutung Augsburgs als Deutsche Mozartstadt näher bringen, meint Simon Pickel. „Das ist durch eine Straßenbahnwerbung, die durch die ganze Stadt fährt und eine breite Bevölkerung erreicht, sehr gut möglich.“ Bei den Stadtwerken weiß man, wie schnell eine besondere Tram Kult werden kann. Das zeigt sich bei der Christkindltram, die nicht nur außen weihnachtlich beklebt, sondern auch noch innen mit Weihnachtskugeln geschmückt ist.

    „Gerade bei Schülern ist es fast schon ein Sport, wer denn heute mit der Christkindltram gefahren ist“, sagt Fergg. Aber es gebe auch immer wieder Kritik an den Trams als Werbeträger. „Dass entweder eine Gestaltung nicht gefällt oder die Beklebung in die Fenster reicht.“

    Mehr zum Jubiläumsjahr „300 Jahre Leopold Mozart“ und den Veranstaltungen finden Sie unter www.mozartstadt.de

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