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Augsburg: Rekord beim Plärrerumzug

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Rekord beim Plärrerumzug

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    Die Feuerwehr – beim Plärrerumzug ganz altmodisch.
    Die Feuerwehr – beim Plärrerumzug ganz altmodisch.

    Michael Lutzenberger vom Schaustellerverband scheint heuer einen sehr guten Draht nach oben zu haben. Er wünschte sich vor Beginn des Plärrers „22 Grad mit leichter Bewölkung“. In der Tat herrscht seit Samstagnachmittag ideales „Plärrer-Wetter“. So strömten am ersten Wochenende dann auch die Besucher zur Freude der Wirte und Schausteller auf das größte Volksfest in Bayerisch-Schwaben.

    Darunter auch die Familie Königsberger aus Aichach. „Uns gefällt es hier. Es ist quasi ein kleines Oktoberfest. Wir waren gerade im Binswanger-Zelt. Die Deko und das Essen sind wirklich gut“, lobte Mutter Cornelia. Anschließend ging es weiter zu den Fahrgeschäften. Auch dort ist die Laune gut. Unter anderem bei Michael Heindel, Eigentümer der Leopardenspur. „Als es am Samstag aufklarte, waren die Leute sofort da. Zudem ist bald wieder der Erste des Monats, dann bekommen viele ihr Geld. Ich bin zuversichtlich, dass es ein guter Plärrer wird.“

    Ein Aufreißen der Wolkendecke hätte sich auch Dieter Bartl gewünscht. Er organisierte bereits zum 21. Mal den Plärrerumzug, der am Samstagmittag bei leichtem Dauerregen stattfand. Der Zug bewegte sich von der Maxstraße über die Volkhartstraße zum Festgelände. Wegen des Regens sagten allerdings drei Gruppen ihre Teilnahme ab. „Deren Kostüme sind so wertvoll, dass sie nicht nass werden sollten. Die 109 Gruppen und 2310 Teilnehmer bedeuten dennoch einen Rekord. So viele waren noch nie dabei“, freute sich Bartl.

    Ruhiges Wochenende für Einsatzkräfte

    Auch das Wetter nahm er gelassen hin, schließlich wären bei Schwüle, wie sie am Freitag noch herrschte, wohl noch weniger Zuschauer gekommen, vermutet er. Die Polizei schätzte die Besucherzahl auf etwa 11000.

    Erstmals mit dabei war heuer unter anderem der Thannhauser Fanfarenzug. Während dessen Mitglieder die Strecke zu Fuß zurücklegen mussten, ließen sich andere fahren. So beispielsweise Ordnungsreferent Volker Ullrich und Stadtrat Leo Dietz, die in einem Oldtimer saßen. Bundestagsabgeordneter Christian Ruck und Oberbürgermeister Kurt Gribl (alle CSU) wählten hingegen eine Kutsche als Fortbewegungsmittel Richtung Festzelt. Die Zuschauer entlang der Strecke interessierte indes nicht nur der Umzug. Sie hofften auch auf reichlich Präsente und wurden nicht enttäuscht. Von den Wagen flogen Süßigkeiten in rauen Mengen, die die vielen Kinder und so mancher Erwachsene begierig aufsammelten. Manche hatten sogar Einkaufsbeutel dabei, in denen die Leckereien verstaut wurden.

    Zufrieden waren gestern Nachmittag auch die Einsatzkräfte. Rotes Kreuz und Polizei verzeichneten keine besonderen Vorkommnisse.

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