Die Stadt will künftig Gastronomen erlauben, auf Freiflächen Live-Musik zu veranstalten. Auch in der Innenstadt mit der Maximilianstraße, wo momentan eine Klage von Anwohnern wegen des nächtlichen Lärms läuft, wird diese liberalere Praxis gelten. „Wir werden aber dem Ruhebedürfnis der Anwohner Rechnung tragen“, so Ordnungsreferent Volker Ullrich.
An tägliche musikalische Beschallung bis Mitternacht werden sich die Anwohner nicht gewöhnen müssen, verspricht auch Bernhard Hoffmann, Leiter der Ordnungsbehörde im Bürgeramt. Gastronomen könnten einmal im Jahr eine Band auf ihren Freiflächen auftreten lassen. „Und auch dann muss es einen besonderen Anlass geben“, so Hoffmann. Bis 22 Uhr, am Wochenende auch bis 23 Uhr, soll die Musik erlaubt sein. Beispiele seien etwa begleitende Musik zu einer Vernissage oder ein Jubiläum eines Lokals. Heuer habe es bereits sechs Anfragen von Gastronomen gegeben. „Es soll handgemachte sympathische Musik sein“, so Ullrich. Gastronomen müssen zwei Wochen vorher einen Antrag stellen. Möglich soll die Antragstellung ab sofort sein. Achten werde die Stadt darauf, dies nur Wirten zu erlauben, die bisher nicht negativ aufgefallen sind: „Wir wollen die guten belohnen und die schlechten bestrafen.“ Anwohner dürften die neue Praxis nicht besonders gern sehen, gibt auch die Stadt zu. Allerdings, argumentiert Ullrich, wolle man die Straße mit der Musik aufwerten. Abgesehen davon könnten Anwohner nicht erwarten, dass in der Innenstadt immer Ruhe sei. „Es muss sich etwas bewegen, und bei den Grenzwerten sind wir auf der sicheren Seite.“