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Augsburg: Über 1000 Menschen feiern Friedensfest - mit einem Zwischenfall

Augsburg

Über 1000 Menschen feiern Friedensfest - mit einem Zwischenfall

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    Bei schönstem Wetter lassen es sich die Menschen an der Friedenstafel gut gehen.
    Bei schönstem Wetter lassen es sich die Menschen an der Friedenstafel gut gehen. Foto: Silvio Wyszengrad

    Schon gegen 9.30 Uhr kamen die ersten Besucher, um Plätze an den langen Tafeln auf dem Rathausplatz zu besetzen. Die Friedenstafel erfreut sich bei Augsburgern und auswärtigen Besuchern großer Beliebtheit. Jedes Jahr kommen Hunderte Menschen, um beisammen zu sitzen und miteinander die mitgebrachten Speisen zu genießen.

    Auch in diesem Jahr ist es bei Sonnenschein wieder knackevoll. Einige Besucher fanden keinen Platz mehr, standen am Rand oder machten es sich mit Decken auf dem Pflasterboden bequem. Dabei hatte man dieses Jahr sogar die Anzahl der Bänke und Tische erhöht,  sagte Christiane Lembert-Dobler, Leiterin des Friedensbüros.

    Augsburger Friedenspreis für Martin Junge

    Am Vormittag wurde außerdem der nächste Träger des Augsburger Friedenspreises bekannt gegeben. Der Preis wird alle drei Jahre vergeben. Beim diesjährigen Preisträger handelt es sich um den Generalsekretär des Lutherischen Weltbundes, Pfarrer Dr. Martin Junge. Oberbürgermeister Kurt Gribl nannte den evangelisch-lutherischen Theologen einen "geduldigen Brückenbauer zwischen den Kontinenten, der aufgrund seiner theologischen Prägung und seiner Herkunft Europa als "globalen Norden" und Südamerika als "globalen Süden" miteinander verbindet."

    Der gebürtige Chilene leitet seit 2010 das Büro der Kirchengemeinschaft des Lutherischen Weltbundes (LWB) in Genf.  CSU-Fraktionschef Bernd Kränzle sprach von einer klugen Entscheidung. Gerade im Jahr 2017, das an die Reformation erinnert, habe man einen Brückenbauer gewählt. Auch Kulturreferent Thomas Weitzel fand die Wahl gut. Vor allem weil Junge das Gespräch mit den Teilen der Weltreligionen suche. Mehr über den Preisträger lesen Sie hier: Das ist der neue Friedenspreisträger Generalsekretär Martin Junge.

    Unbekannte stören Friedensfest mit Transparent

    Einen kleinen Zwischenfall gab es am Mittag. Unbekannte brachten ein Transparent auf der Terrasse des Perlachturms an. "Gegen das was Ihr Frieden nennt. Multikulti tötet" stand auf dem gelben Plakat in schwarzen Buchstaben zu lesen.

    Unbekannte rollten dieses Transparent am Perlachturm aus.
    Unbekannte rollten dieses Transparent am Perlachturm aus. Foto: Silvio Wyszengrad

    Vertreter der Stadt und Polizei eilten sofort die Treppen nach oben. Die Unbekannten wurden aber offenbar nicht mehr angetroffen. Das Plakat wurde entfernt. Laut OB-Sprecher Richard Goerlich steckt vermutlich die sogenannte Identitäre Bewegung hinter der Aktion. Zumindest war das für sie typische Logo auch auf dem Transparent zu sehen. Die Bewegung wird der rechtsextremen Ecke zugeordnet. Goerlich zufolge werde dem nachzugehen sein, wie die Unbekannten dort hoch kamen. Zwar ist der Perlachturm an dem Feiertag geöffnet, die Luke zur Terrasse aber war abgesperrt.

    Am Abend starteten ein rechtsextremer "Stadtspaziergang" und eine Gegen-Demo in Augsburg. Hier lesen Sie mehr: Hunderte demonstrieren gegen rechtsextreme Demo in Augsburg

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