Wohnhäuser im spätmittelalterlichen Augsburg waren großteils sogenannte Holzständerbauten. Man würde sie heute als Fachwerkhäuser bezeichnen. Das heißt: Die Tragekonstruktion bestand aus Holzbalken. Zimmerwände waren nur Bretter oder mit Weidengeflecht ausgefüllt. Das Geflecht wurde mit einem Gemisch aus Lehm und Zutaten wie gehäckseltem Stroh vermörtelt. Ein Haus mit Außen- und Innenwänden aus Ziegelsteinen konnten sich nur Begüterte leisten. Ein gemauertes Haus galt jahrhundertelang als Luxus.
Augsburger Geschichte