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Auktion: Monumentale Kunst für Menschen in Not

Auktion

Monumentale Kunst für Menschen in Not

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    Monumentale Kunst für Menschen in Not
    Monumentale Kunst für Menschen in Not

    Diese Dame steht wahrlich nicht im Verdacht, ein leichtes Mädchen zu sein. Eineinhalb Tonnen schwer, wechselte sie am gestrigen Sonntag auf der Frühjahrsaufstellung den Besitzer. Wolfram Poese aus Kissing ersteigerte die Skulptur „Danaides“ aus spanischem Marmor für 4200 Euro. Geschaffen hatte sie der französische Künstler Gilles Vitaloni. Er und drei weitere Künstler gestalteten ihre Kunstwerke in den letzten zehn Tagen auf der afa vor den Augen der Besucher. Am letzten Tag der Ausstellung wurden die Skulpturen versteigert. Der Erlös – insgesamt 9300 Euro – kommt der Kartei der Not, dem Leserhilfswerk unserer Zeitung, zugute.

    Zur Versteigerung hatte sich die Messegesellschaft Afag einen Vollblut-Auktionator geholt. Georg Rehm vom gleichnamigen Auktionshaus stieg denn auch gleich lebhaft ein. „Der lebende Fels“, eine Granitfigur der marokkanischen Künstlerin Hanane El-Farissi, stand als Erstes auf der Liste. „500, 550, 600, meine Damen und Herren, denken Sie daran, das ist für einen guten Zweck, wer hat heute noch nicht mitgesteigert?“ Bei 1300 Euro fiel der Hammer auf die Tischplatte. Der glückliche neue Besitzer heißt Winfried Forster, Sprecher der Afag, der den „Lebenden Fels“ für sich privat ersteigerte und die Skulptur in seinem Garten in Stadtbergen aufstellen möchte. „Ich habe zum ersten Mal aktiv an einer Versteigerung teilgenommen“, erklärte Forster hinterher, „und bin glücklich, jetzt ein echtes Kunstwerk zu besitzen.“ Schön sei zudem der Gedanke, damit auch noch unverschuldet in Not geratenen Menschen aus der Region helfen zu können.

    Olaf Klepzig, ein Künstler aus Dresden, der am liebsten mit Stein und Holz arbeitet, stellte seinen „Animalischen Stein“ zur Verfügung. Auch hier peitschte Rehm die Bieter schnell von 500 auf 800, 900, 1000 Euro hoch. Und erzählte nebenbei die Geschichte von der Dame, die den noch unbekannten Friedensreich Hundertwasser zum Essen eingeladen hatte und zum Dank dafür ein Gemälde von diesem erhielt, das sie dann später für 120000 Mark versteigerte. „Denken Sie daran“, wandte sich Rehm an das Publikum, „mit Kunst können Sie nichts falsch machen, auf der Bank dagegen ist ihr Geld nicht sicher.“

    Am Ende ging der „Animalische Stein“ für 2000 Euro an Messe-Geschäftsführer Gerhard Reiter, der die Skulptur vor dem Eingangsbereich von Halle 6 aufstellen möchte.

    „Sehr vernünftig“, lobte der Auktionator einen Interessenten bei 1300 Euro für die Figur „Ente auf Stahlbaumrakete“ von Annabella Claudia Hofmann. Für 1800 Euro erhielt Afag-Chef Heiko Könicke den Zuschlag. Auch die Ente, die an einen Storch erinnert, werde auf dem Messegelände einen würdigen Platz finden, sagte Könicke.

    Ein wenig enttäuscht von der geringen Zahl der Bieter zeigte sich Organisatorin Astrid Eulberg. „Aber gut, es war ja ein Experiment, bei dem wir zeigen wollten, dass Kunst immer auch mit Handwerk zu tun hat. Dass wir die Werke für einen guten Zweck versteigern, stand von Anfang an fest.“

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