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Justiz

05.01.2019

Beim Liebesspiel in Augsburger Hotel gestört - Nackter rastet aus

Weil er ausgerastet ist, stand nun ein 43-jähriger Mann in Augsburg vor dem Amtsgericht.
Bild: Jakob Stadler

Ein Touristenehepaar wird in Augsburg beim Sex unterbrochen. Den Ehemann erzürnt das gewaltig. Nun musste er vor Gericht erscheinen.

Beim Sex möchten die meisten Menschen gern unbeobachtet bleiben. Ungestört fühlen darf man sich beim Liebesspiel eigentlich in einem Hotelzimmer, dessen Tür Fremde ohne Schlüssel oder Karte nicht öffnen können.

Einiges Aufsehen erregte jedenfalls ein kurioser Vorfall an einem späten Sommerabend in einer Herberge am Stadtrand. Ein Touristenehepaar aus Norddeutschland – er 43, sie 45 – hatte sich in dem Hotel einquartiert. Beide widmeten sich gerade inniglich dem Sex, als angeblich urplötzlich die Zimmertüre aufging und irgendjemand hereinlugte.

Der unbekannte Zaungast verärgerte den Ehemann so sehr, dass dieser splitterfasernackt aus dem Bett sprang und dem flüchtenden Unbekannten nachzueilen versuchte.

In der Hotelhalle kam es zu einem Gerangel

Was ihm allerdings nicht gelang. Der empörte Tourist rannte nackt bis in die Hotelhalle, schrie dort wutentbrannt herum und legte sich mit einigen Gästen an, die friedlich auf der Terrasse die abendliche Kühle genossen hatten.

Es kam zu einem Gerangel, bei dem einem Gast das T-Shirt zerrissen wurde, eine Frau Verletzungen erlitt. Die Polizei stellte später fest, dass der wütende Nackte immerhin 2,5 Promille Alkohol im Blut hatte. Wer der unbekannte Zimmereindringling war, konnte bis heute nicht ermittelt werden.

Fünf Monate nach dem verpatzten Liebesspiel reiste der Norddeutsche erneut in die Fuggerstadt, diesmal zu einem eher unangenehmen Termin. Vor Amtsrichterin Susanne Scheiwiller musste sich der 43-Jährige wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung verantworten. Der Angeklagte führte sein aggressives Verhalten auf seinen unmäßigen Alkoholkonsum an jenem Abend zurück.

Er kam glimpflich davon. Weil er erst vor wenigen Monaten in seiner Heimat wegen eines Verkehrsdelikts zu einer saftigen Geldstrafe verurteilt worden war, stellte das Gericht das Verfahren vorläufig ein. Eine neuerliche Strafe hätte in das Vorurteil einbezogen werden müssen, sodass sie nicht groß ins Gewicht gefallen wäre.

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