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Augsburg

09.03.2018

Böllerverbot in Innenstadt: Was brachten die Kontrollen?

Die Silvesternacht in der Augsburger Maximilianstraße.
Bild: Bernd Hohlen (Archiv)

Nun wurde bekannt, welches Ergebnis die Kontrollen zu Silvester 2017 / 2018 in der Augsburger Innenstadt lieferten - und was die Maßnahmen kosteten.

Die Silvester-Böllerei in der Augsburger Innenstadt liegt bereits mehr als zwei Monate zurück, doch ganz vergessen ist sie nicht. Insbesondere deshalb, weil ein von der Stadt verfügtes Feuerwerksverbot in weiten Teilen der Innenstadt nicht eingehalten wurde. Die Rathausfraktion von Pro Augsburg forderte daher Aufklärung, wie die Stadt die Vorgänge bewertet. In der Sitzung des zuständigen Ausschusses lieferte Ordnungsreferent Dirk Wurm (SPD) einen Bericht, der in enger Zusammenarbeit mit der Polizei entstand. Er schlüsselt in dieser Form erstmals umfangreiches Zahlenmaterial auf.

Deutlich wird, dass ein generelles Feuerwerksverbot in der Silvesternacht für Teile der Innenstadt niemals kontrolliert werden könne. Es gehe darum, die größten Auswüchse zu verhindern und uneinsichtigen Personen die Böller und Kracher abzunehmen. Wer uneinsichtig ist, muss ein Bußgeld zahlen. Die Bilanz der Polizei:

  • 600 Durchsuchungen von Taschen und Rucksäcken zum Auffinden von gefährlichen Gegenständen und Pyrotechnik. Zur Einordnung: Es kann davon ausgegangen werden, dass sich zum Jahreswechsel tausende Menschen auf den Straßen in der Innenstadt aufhielten.
  • 892 pyrotechnische Gegenstände wurden sichergestellt. Hinzu kamen 18 Groß- und Familienpackungen von Raketen und Böllern, deren Abschießen in der City verboten war.
  • 20 Ordnungswidrigkeitsanzeigen wurden ausgestellt, davon 14 wegen Mitführen und Zünden von pyrotechnischen Gegenständen.
  • 15 Strafanzeigen. Es ging um gefährliche Körperverletzung, Beleidigung und Widerstand.
  • 110 Platzverweise wurden angedroht.
  • Neun Personen kamen zum Jahreswechsel in den Polizeiarrest.
  • Ungezählt sind die sogenannten Gefährderansprachen: „Bitte unterlassen Sie es, Raketen zu zünden.“

Im Einsatz waren neben Polizeibeamten Mitarbeiter des städtischen Ordnungsdienstes. Deren Bilanz sieht so aus, dass 37 Personen verboten wurde, Pyrotechnik und Bierkästen in die Verbotszone mitzunehmen. Nennenswert war ein Vorfall gegen 0.15 Uhr: Aus dem dritten Stock eines Gebäudes in der Maximilianstraße wurde mit Böllern und Raketen auf Passanten geschossen, die teils getroffen wurden. Den Vorfall dokumentierten die Ordnungskräfte per Video und informierten die Polizei.

Einsatzkosten betrugen 12.500 Euro

Pro Augsburg ging es im Antrag aber nicht allein um die Knallerei. Gefragt wurde auch nach dem Anfall von Müll und den Umweltbelastungen, Stichwort Feinstaub. Dazu hieß es aus dem Umweltreferat: „Insgesamt wurden 4,8 Tonnen Silvestermüll eingesammelt. Zusammen mit den Fahrzeug- und Lohnkosten für die Mitarbeiter belief sich die Reinigungssumme auf knapp 12.500 Euro. Dazu sagt das Umweltreferat: „Die im Zusammenhang mit Dieselfahrverboten relevanten Stickstoffdioxid-Werte spielen beim Feuerwerk keine große Rolle. Dies hätten auch Messungen in der Silvesternacht bestätigt. Die Ergebnisse lagen in der Stunde zwischen Mitternacht und 1 Uhr am Neujahrsmorgen bei 30 bis 50 Mikrogramm pro Kubikmeter. Am Neujahrstag waren die Feinstaubwerte vergleichsweise gering gegenüber früheren Jahren.

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10.03.2018

da läuft vieles nicht rund bei der AZ, wo ist mein Kommentar?


Sie haben eine Mail erhalten. Wir bitten um Entschuldigung, es handelt sich um einen technischen Fehler. Viele Grüße, das Community-Management

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10.03.2018

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