Die Gesundheit der Mitarbeiter und Mandanten schützen und gleichzeitig etwas Gutes für ein regionales Unternehmen tun: Das hat sich die Augsburger Wirtschaftskanzlei „Sonntag & Partner“ auf die Fahnen geschrieben. Deshalb kauft die Kanzlei insgesamt 700 Stoffmasken vom Augsburger Nähatelier „Respekt“ auf und verteilt sie an ihre Angestellten und Mandanten. 600 kommen bis Ende nächster Woche an, 100 weitere hat die Kanzlei am Mittwoch nachbestellt.
„Wir haben uns schon sehr frühzeitig Gedanken gemacht, wie wir der Corona-Krise begegnen können. Recht schnell haben wir viele unserer Mitarbeiter ins Home Office geschickt. Sie sind aber natürlich weiterhin im Einsatz. Und dabei hat die Gesundheit höchste Priorität“, sagt Sabine Thiede, Leiterin Marketing und Unternehmenskommunikation bei „Sonntag & Partner“. Deshalb reifte bald die Überlegung, Schutzmaterial anzuschaffen, um für eine schrittweise Rückführung der Kolleginnen und Kollegen vorbereitet und ausgestattet zu sein. „Für uns war klar, dass wir das mit einem regionalen Unternehmen umsetzen möchten“, sagt Thiede.
Die Verteilung der Masken erfolgt zentral von Augsburg aus. Jeder der mehr als 290 Mitarbeiter an den vier Standorten bekommt zwei Exemplare. Eine Tragepflicht gibt es auch in den Büros nicht. „Wir erwarten nicht, dass die Kolleginnen und Kollegen diese nutzen, sondern bieten sie auf freiwilliger Basis an. Wer eine Maske tragen möchte, sollte das tun. Wer keinen Bedarf hat, darf auch ohne eintreten“, so Thiede. Verändere sich diesbezüglich die Rechtslage, werde man reagieren.
Kanzlei spendet 500 Masken an Stiftung
Mit dem Thema Masken haben sich die Verantwortlichen bei „Sonntag & Partner“ schon im Februar auseinandergesetzt, als die Corona-Krise erst langsam in Deutschland ankam. Damals orderte die Kanzlei 500 Einwegmasken - um recht schnell festzustellen, dass diese für den Eigenbedarf eher untauglich sind. „Wir haben diese dann der Dr. Frank-Stiftung in Stadtbergen gespendet, die Verantwortlichen haben die Masken dankbar angenommen. Dort helfen sie sehr weiter“, erzählt Sabine Thiede.
Zum Hintergrund: Wer eine Stoffmaske über Mund und Nase trägt, ist nicht zu 100 Prozent geschützt vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus. Aber der Träger vermindert damit die Gefahr seines Gegenübers. Denn: Beim Niesen oder Husten werden Viren vom Stoff zumindest zum Teil gestoppt. (AZ)
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