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Augsburg

06.03.2020

Coronavirus: Wertstoffhof in Haunstetten wird zur Diagnosestelle

Im neuen Wertstoffhof in Haunstetten wird vorübergehend eine Diagnosestelle eingerichtet. Es wird untersucht, ob Kontaktpersonen von Corona-Infizierten womöglich ebenfalls infiziert sind.
Bild: Silvio Wyszengrad

Die Stadt Augsburg richtet mit den Nachbarlandkreisen einen Standort ein, an dem Untersuchungen stattfinden. Es gibt Vorgaben, wer dort erwünscht ist.

Das Coranavirus ist seit einigen Tagen in der Region Augsburg angekommen. Es gibt Infizierte und Personen, bei denen der Verdacht auf eine Infizierung bestanden hat. Die Unsicherheit in der Bevölkerung ist weiterhin groß. Darauf reagieren die Stadt Augsburg und die beiden Nachbarlandkreise. Kurzfristig entsteht in Haunstetten eine Art Vorsorgezentrum. Kontaktpersonen von Infizierten sollen sich hier untersuchen lassen. Genutzt wird der neue Servicepunkt des städtischen Abfallbetriebs im Unteren Tal. Der medizinische Betrieb startet am Samstag. Wichtig ist: Es gibt klare Vorgaben, wer den Standort aufsuchen soll.

Schutz vor Corona: Das sagen die Gesundheitsämter

Zum Vorgehen informierte die Stadt am Freitagmittag mit. Um sich gemeinsam auf eine weitere, mögliche Ausbreitung des Coronavirus vorzubereiten und die Untersuchung der Kontaktpersonen bestätigter Falle zu beschleunigen, bündeln die Stadt Augsburg und die Landkreise Augsburg sowie Aichach-Friedberg ihre Kompetenzen. Die Gesundheitsämter der Stadt und der Landkreise richten eine gemeinsame Diagnosestelle ein. Kontaktpersonen bestätigter Coronavirus-Falle, die in den Landkreisen oder im Stadtgebiet nachgewiesen wurden, sollen dort ab Samstag, 7. Marz, ausschließlich nach jeweiliger Zuweisung durch die Gesundheitsämter , auf den Erreger getestet werden.

Die Diagnosestelle befindet sich in Haunstetten , in einem gewerblich genutzten Gebiet. Der noch nicht in Betrieb genommene Wertstoff- und Servicepunkt Unterer Talweg des Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetrieb der Stadt Augsburg wird vorübergehend von den Gesundheitsämtern der Landkreise und der Stadt Augsburg genutzt und nach der Nutzung keimfrei desinfiziert. Das Gelände ist ausschließlich den Mitarbeitern der Gesundheitsbehörden sowie benachrichtigten Kontaktpersonen der Kategorie I zugänglich. Dies sind Haushaltsangehörige und Personen, die engen Kontakt mit Infizierten hatten, heißt es dazu.

Die Betroffenen werden von den zuständigen Gesundheitsämtern proaktiv informiert, sie müssen jedenfalls 14 Tage zuhause in Quarantäne bleiben und täglich ihren Gesundheitszustand überwachen. Zudem werden sie in der neu eingerichteten Diagnosestelle auf das Coronavirus getestet.

Coranavirus: Das ist der Schutz für die Anwohner

Wie die Gesundheitsämter von Stadt und Landkreisen betonen, besteht für die Bevölkerung und die Umgebung im Stadtteil keine Ansteckungsgefahr, da sich das Coronavirus durch Tröpfcheninfektion übertragt und die Stadtteilbevölkerung nicht in Kontakt mit zu testenden Personen kommt. Die Mitarbeiter der Gesundheitsämter arbeiten nach den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts. Die Probenentnahme erfolgt mit Schutzanzug, Schutzmaske und Schutzbrille.

Bürgern, die den Verdacht haben, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, steht das Diagnosezentrum vorerst nicht zur Verfugung. Sie werden ausdrücklich darum gebeten, sich weiterhin telefonisch an die eingerichteten Hotlines oder ihren Hausarzt zu wenden:

Die Einrichtung einer gemeinsamen Diagnosestelle entlastet die Gesundheitsämter , die begründeten Verdachtsfälle und alle Kontaktpersonen bestätigter Fallen untersuchen. In der Diagnosestelle können bis zu 100 Verdachtsfalle pro Tag untersucht werden. Mit mobilen Einheiten, die Kontaktpersonen zuhause testen, können Kontaktpersonen zuhause getestet werden.

Auch aus Gründen des Infektionsschutzes sei die Stelle sinnvoll: Die benachrichtigten Personen müssen mit dem eigenen Auto zu einem festgelegten Termin in die Diagnosestelle kommen. Ihnen wird, während sie im Auto sitzen bleiben, eine Atemwegsprobe entnommen. Anschließend wird die Probe labormedizinisch untersucht.

Die Einrichtung der Diagnosestelle in Haunstetten ist ein richtiger Schritt - lesen Sie dazu einen Kommentar von Redakteur Michael Hörmann : Coronavirus: Die Diagnosestelle in Augsburg sorgt für mehr Sicherheit

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