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Augsburg

14.08.2019

DSDS-Star Michael Rauscher und Boxer Guido Fiedler wollen in den Stadrat

DSDS-Finalist Michael Rauscher präsentierte zuletzt beim Abistreich des Augsburger Fugger-Gymnasiums seinen neuen Song. Jetzt hat er neue Pläne.
Bild: Annette Zoepf

Die WSA will mit bekannten Gesichtern bei der Kommunalwahl Stimmen sammeln. Auch mit einem Pokerspieler. Ein CSU-Mann wird zum Politikum.

Der Augsburger Michael Rauscher ist 2018 Dritter bei der TV-Show "Deutschland sucht den Superstar" geworden. Jetzt will er in die Politik gehen. Rauscher kandidiert für die Stadtratswahl in Augsburg im kommenden Jahr. Er tritt für den Verein "Wir sind Augsburg" (WSA) an. Dort hat man sich noch einige andere bekannte Gesichter auf die Kandidatenliste geholt – darunter einen CSU-Mann.

Auf der Liste von WSA stehen 60 Bewerber für den Stadtrat. Sämtliche 27 Frauen und 33 Männer seien in der Aufstellungsversammlung einstimmig gewählt worden, teilte der Verein mit. Unter den Kandidaten finden sich einige Leute, die sehr bekannt sind: beispielsweise der Augsburger Profiboxer Guido Fiedler. Fiedler hat zahlreiche Titel gewonnen und wurde Weltmeister im Halbschwergewicht. Darüber hinaus unterstützt er benachteiligte Kinder und Jugendliche. Rauscher und Fiedler haben gegenüber Medien angekündigt, im Falle einer Wahl ihr Mandat anzunehmen und nicht nur als prominente Stimmenfänger zu kandidieren.

Weltmeister im Schwergewicht will in den Augsburger Stadtrat

Auch der Amateur-Poker-Weltmeister 2017, Alexander Bochmann, will für WSA in den Stadtrat einziehen – ebenso Zauberer Erich Rico Strauss, bekannt als "Magic Rico" oder Oliver Weiße von der Rio Bar. Eine Frau auf der Liste fällt auf: Marcella Reinhardt. Sie ist das Gesicht der Augsburger Sinti und engagiert sich im Landesverband der Sinti und Roma und im Regionalverband, um den rund 2000 Sinti in Schwaben eine Stimme zu geben. Ganz vorne auf Platz eins ist der WSA-Vorsitzende und ehemalige Bürgermeister Peter Grab zu finden. Auf Platz zwei steht OB-Kandidatin Anna Tabak.

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Hat sich der kleine Verein vor allem prominente Namen von außen geholt, um mehr Chancen bei der Wahl zu haben? Grab ist Wahlkampfmanager von WSA. Er sagt zum Verfahren: "Wir haben alle 150 Mitglieder angeschrieben und gefragt, wer auf unsere Liste will und welchen Wunschplatz man hat." Zehn Plätze, die dann noch frei waren, seien an Nichtmitglieder vergeben worden. Einige dieser Bewerber seien dem Verein inzwischen beigetreten.

Auch Boxer Guido Fiedler will für den Augsburger Stadtrat kandidieren.
Bild: Bernhard Weizenegger

Vor allem ein Name auf der WSA-Liste gilt als Politikum: Oliver Heim ist Ortsvorsitzender der CSU Inningen und hat sich nun bei der Konkurrenz aufstellen lassen. Hintergrund ist wohl politischer Ärger. Nach Medienberichten fühlte sich Heim mit dem Ortsverband Inningen in der CSU ausgegrenzt. Inningen sei auf den höheren Ebenen der Partei nicht ausreichend repräsentiert, so die Kritik. Am schlimmsten habe es den Ortsverband bei den Delegiertenwahlen für den Bezirksparteitag und die Nominierungsversammlung zur Aufstellung eines OB-Kandidaten sowie zur Aufstellung der Stadtratsliste getroffen.

Wie gut die Chancen sind, über die WSA-Liste in den Stadtrat einzuziehen, ist derzeit nicht zu sagen. Denn die Lage im Vorfeld der kommenden Kommunalwahl ist noch kompliziert. Zwar sitzt mit Peter Grab bereits ein WSA-Vertreter im Augsburger Stadtrat. Bei der letzten Stadtratswahl gab es den Verein aber noch nicht.

Damit WSA zur kommenden Wahl antreten darf, braucht der Verein in den kommenden Monaten erst noch genügend Unterschriften von Unterstützern. Grab sagt, 470 Augsburger müssten bei der Stadt unterschreiben, um die Voraussetzungen für die Zulassung zu erfüllen. Der Wahlkampfmanager gibt sich jedoch optimistisch, genügend Unterschriften zu bekommen. Er sagt, "unser Minimalziel ist, mit vier Stadträten ins Rathaus einzuziehen." Angestrebt sei, dass "Wir sind Augsburg" eine eigene Fraktion im Stadtrat bilden könne.

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