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Umwelt

14.03.2018

Die Flugplatzheide wird aufgeräumt

Ein Traktor räumt auf: Was auf der sogenannten Flugplatzheide in Haunstetten passieren sollte, sorgte für Kontroversen.
Bild: Klaus Rainer Krieger

Das Gebiet in Haunstetten war lange ein Zankapfel. Nun liegen Pläne, dort Wohnungen für anerkannte Flüchtligen zu bauen, auf Eis. Stattdessen geschieht etwas anderes.

Sechs Hektar der sogenannte Flugplatzheide, der letzte Rest des einst knapp 200 Hektar großen Messerschmitt-Flugplatzgeländes, sollen jetzt unter Naturschutz gestellt werden. Neben der Universität und zahlreichen Gewerbebetrieben die auf der Heide entstanden sind, hatte der Freistaat lange Zeit auch über ein Bauvorhaben für Wohneinheiten auf dem Gelände nachgedacht. Aus den Reihen des Naturschutzes formierte sich Widerstand gegen das Wohnprojekt für anerkannte Flüchtlinge. Bis auf eine knapp ein Hektar große Fläche entlang des Bischofsackerwegs soll die artenreiche Biotopfläche jetzt unter Naturschutz gestellt werden, heißt es vom Landschaftspflegeverband. Die Betreuung der Heidelandschaft wird von der Organisation übernommen.

Einzigartig im Zentrum der Stadt

Die Flugplatzheide als Lebensraum für bedrohte Pflanzen und Tiere ist einzigartig im Zentrum einer Stadt. „Aus diesem Grund ist es wichtig, die Heide zu pflegen, selbst wenn die Unterschutzstellung noch nicht komplett durch ist“, sagt Günther Groß von der Naturschutzallianz. Im Laufe der Jahre hatte sich Gehölz, beispielsweise Hartriegel und Goldrute, gebildet. Die Pflegemaßnahmen für die Heide seien notwendig, um ihren Wert zu erhalten und den Lebensraum für Pflanzen und Tiere zu schützen, sagt Groß. Der richtige Weg sei allerdings schon eingeschlagen, denn die städtische Naturschutzbehörde entwerfe im Moment die entsprechende Schutzgebietsverordnung, sagt Umweltreferent Reiner Erben (Grüne). „Ohne das unermüdliche Engagement der Naturschützer wäre der Erfolg wohl nicht zustande gekommen“, sagt er. Und das sei trotz Rückschlägen geschafft worden.

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Informationen für Fußgänger

Wichtig sei es nun, auch die Bürger über die Entwicklungen auf der Flugplatzheide zu informieren, sagt Nicolas Liebig vom Landschaftspflegeverband. Für den Laien sehe die Grünfläche unwichtig aus, man müsse deshalb auf die Besonderheiten aufmerksam machen. Auf Tafeln sollen vorbeigehende Fußgänger über die Landschaft informiert werden. Auch für Schulen soll die Heide ein Bestandteil der Umweltbildungsarbeit werden. „Nur wenn sich die Bürger mit der Heide identifizieren können, lernen sie ihren Wert zu schätzen“, sagt Liebig. Bislang werde die Flugplatzheide spöttisch oft als Wiese für Hinterlassenschaften von Hunden bezeichnet. Das müsse sich ändern, sagt Liebig. Mit den Aufräumungs- und Pflegearbeiten werden auch Hundetoiletten auf der Fläche aufgestellt werden, sagt er.

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